Zweifacher Mord
Gericht sprach Heckenschützen von Malmö schuldig
Der Mann hatte nach Überzeugung der Ankläger mit einer Schusswaffe in Malmö Jagd auf dunkelhäutige Menschen gemacht. Bereits im Jahr 2003 soll er zwei Einwanderer erschossen haben, schuldig wurde er aber nur für einen der beiden Morde gesprochen.
Am 10. Oktober 2009 tötete Mangs eine 20-jährige Schwedin, als er aus dem Hinterhalt auf ihr Auto schoss. Der dunkelhäutige Begleiter der jungen Frau wurde damals schwer verletzt. Danach registrierte die Polizei 14 weitere Überfälle im abendlichen Dunkel mit einem großkalibrigen Gewehr, bei denen kein konkretes Tatmotiv ermittelt werden konnte.
Über viele Jahre unerkannt
Der Fall erregte auch deshalb Aufsehen, weil Mangs über so viele Jahre unerkannt bleiben konnte. Erst im November 2010 konnte ihn die schwedische Polizei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung fassen. Vor Gericht bestritt Mangs alle Vorwürfe. Seine Verteidiger forderten für ihn sogar den Freispruch, da ihrer Ansicht nach keinerlei Beweise für seine Schuld vorlägen.
Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hatte Mangs übrigens als einen "Gesinnungsgenossen" beim "Kampf" gegen islamische Zuwanderung bezeichnet, berichtete der Nachrichtensender n-tv. Der Heckenschützen von Malmö selbst schwieg während des Verfahrens zu seinen Motiven.
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