Auf dem Holzweg. Ihre Aktionen ändern sich, aber sie geben nicht auf: Am Mittwoch blockierten Klimaaktivisten in Wien zwar nicht den Autoverkehr, dafür den Zustrom zum Parlament, nachdem es ihnen nicht gelungen war, ins Hohe Haus zu kommen. Da bemühten manche gar den Vergleich mit Trumps Horden, die nach der verlorenen Wahl ihres Idols das Kapitol in Washington gestürmt hatten. Das wäre nun ja wirklich viel zu weit hergeholt. Sind doch die - nachvollziehbaren - Motive der Aktivisten ganz andere als jene der Trump-Fans. Wenn es Analogien gibt, dann höchstens jene, dass beide Gruppen auf dem Holzweg sind. Nämlich mit ihren Aktionen das, was sie erreichen wollen GENAU NICHT schaffen.
Kleber helfen Kickl. Dass die Klebeaktivisten das Bewusstsein für mehr Klimaschutz stärken, dass sie die notwendigen strikteren Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele beschleunigen - das wird stark bezweifelt. Heute in der „Krone“ analysieren wir mit Politexperten, was die Aktionen bewirken. Da meint etwa Polit-Professsor Peter Filzmaier, dass die Straßensperren zwar Aufmerksamkeit schaffen, um aber hinzuzufügen: „Aber Aufmerksamkeit ist kein Wert, sie bewirkt nichts.“ Für ihn ist denkbar, dass FPÖ und ÖVP im Wahlkampf eine Gegenmobilisierung schaffen, sich dabei „der Klaviatur der Empörung bedienen“ könnten. Noch ein Stück weiter geht Politikberater Thomas Hofer. Die Rabiatproteste spielen ihren härtesten Kritikern in die Hände, allen voran Herbert Kickl. Hofer: „Die Straßenblockaden helfen der FPÖ, möglicherweise auch der ÖVP. Das wollen sie doch sicher nicht!
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!
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