In Tirol wurde bei neuzugelassenen Elektro-Autos im Vorjahr mit einem Anteil von 20 Prozent ein neuer Rekord erzielt. Den größten Teil machen Firmen und jusristische Personen aus. Der VCÖ fordert Anreize, damit kleinere Modelle auf den Markt kommen.
Manch ein Autohändler in Tirol klagt derzeit über rückläufige Zahlen beim Verkauf von Elektro-Autos. Stimmt es, dass die umweltfreundlicheren Fahrzeuge hierzulande weniger beliebt sind? Die „Krone“ hat dazu beim Verkehrsclub Österreich (VCÖ) nachgefragt. Wie Christian Gratzer vorrechnet, „waren im Vorjahr 20 Prozent der neuzugelassenen Pkw Elektro-Autos“.
In absoluten Zahlen ausgedrückt wurden 4167 E-Pkw neu angemeldet. Zum besseren Vergleich: 2022 lag der Anteil noch bei 16,2% (3217), 2021 waren es 12,6% (3027) und 2020 7% (1645). „Im Vergleich zu 2020 hat sich der Anteil fast verdreifacht, gegenüber dem Jahr 2018 (2%) sogar verzehnfacht“, verdeutlicht der VCÖ-Sprecher.
Größer, breiter, schwerer, übermotorisierter. Das wirkt sich negativ auf den Verbrauch aus.
Christian Gratzer
Meiste Autos für Firmen und juristische Personen
Gratzer lässt weiters wissen, dass „egal, ob Verbrenner oder E-Pkw, der Großteil der Neuwagen auf Firmen oder andere juristische Personen zugelassen wird“. Umso wichtiger sei es, bei den Firmenwagen anzusetzen. Nach wie vor würden auch Dienstwagen mit Verbrennungsmotor steuerlich begünstigt. Diese Begünstigung müsse beendet werden.
Darüber hinaus sei es wichtig, dass man bei den Elektro-Autos nicht dieselben Fehler begehe wie bei den Verbrennern. „Größer, breiter, schwerer, übermotorisierter. Das wirkt sich negativ auf den Verbrauch aus“, sagt Gratzer. Abschließend meint der Sprecher, dass es auf EU-Ebene Vorgaben und Anreize brauche, damit die Hersteller sparsamere und kleinere E-Modelle auf den Markt bringen.
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