Zwischen den beiden Männern, die sich als Asylwerber in Vorarlberg aufhielten, kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Am Abend des 8. Februar 2012 besuchten sie zunächst gemeinsam diverse Lokale, dabei dürfte es wieder zum Streit gekommen sein. Dieser eskalierte schließlich spät in der Nacht in der Wohnung des Opfers.
Messerstiche in Rumpf und Oberschenkel
Das Motiv dafür blieb bis zuletzt unklar. Fakt ist, dass der Angreifer nach der Messerattacke seinen Kontrahenten schwer verletzt liegen ließ. Mit zwei weiteren Landsleuten entsorgte er die Scherben eines zu Bruch gegangenen Glastisches im Müll und verließ danach den Tatort, ohne die Rettung zu alarmieren. Das Opfer selbst verständigte einen Nachbarn, der anschließend die Polizei rief.
Laut Anklage fügte der 29-Jährige dem Bekannten mit einem 31 Zentimeter langen Küchenmesser vier Messerstiche zu, zwei in den Rumpf und zwei in den Oberschenkel. Das Opfer hatte großes Glück und erholte sich rasch von den Verletzungen, da keine Organe getroffen worden waren. Der Mann ist heute wieder in der Mongolei und konnte daher nicht als Zeuge einvernommen werden.
8.600 Euro Behandlungskosten ersetzen
Während die Staatsanwaltschaft sicher war, dass der 29-Jährige den Freund mit den Messerstichen töten wollte, erklärte der Verteidiger, sein Mandant habe nur die Absicht gehabt, diesen schwer zu verletzen. Der Angeklagte selbst zeigte sich zur absichtlich schweren Körperverletzung geständig, worauf laut Gesetz ein bis fünf Jahre Haft stehen.
Neben der zweijährigen Haftstrafe wurde der 29-Jährige außerdem dazu verurteilt, der Vorarlberger Gebietskrankenkasse 8.600 Euro an Behandlungskosten zu ersetzen.
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