Mit seinem Auftritt bei den BAFTA Awards, die am Sonntagabend in London verliehen wurden, hat Michael J. Fox für einen wahren Gänsehaut-Moment gesorgt. Der Schauspieler, der an Parkinson erkrankt ist, präsentierte den Gewinner in der Kategorie „Best Film“ und bekam Standing Ovations.
Unter großem Applaus und Standing Ovations wurde Michael J. Fox am Sonntagabend auf der Bühne der BAFTA Awards in Empfang genommen. Wohl der emotionalste Abend der Preisverleihung!
Der 62-Jährige, der offen mit seiner Parkinson-Erkrankung umgeht, wurde zwar in einem Rollstuhl auf die Bühne gebracht, ließ es sich aber nicht nehmen, für seine Rede am Pult aufzustehen.
Minutenlang dauerte der Applaus des BAFTA-Publikums, bevor ein sichtlich berührter Fox mit der Ankündigung der Nominierten in der Kategorie beginnen konnte.
Am Ende setzte sich der Film „Oppenheimer“ gegen die Konkurrenz durch und Fox durfte den Award in Form einer goldenen Maske an Produzentin Emma Thomas und Regisseur Christopher Nolan überreichen.
„Oppenheimer“ war Abräumer des Abends
„Oppenheimer“ war überhaupt der große Abräumer des Abends. Der 13 Mal nominierte biografische Historienfilm über den Physiker und Atombomben-Wegbereiter J. Robert Oppenheimer bekam sieben Preise.
Der irische Schauspieler Cillian Murphy wurde als bester Hauptdarsteller für seine „Oppenheimer“-Rolle ausgezeichnet. Schmunzelnd bedankte er sich bei seinen „Oppen-Homies“ und Regisseur Nolan für die „kolossal verzwickte und komplexe Figur“ des Robert Oppenheimer.
Robert Downey Jr. bekam als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Politiker Lewis Strauss in „Oppenheimer“ einen BAFTA, und auch der Preis für die beste Regie ging an „Oppenheimer“.
Für Nolan war es der erste BAFTA seines Lebens. „Oppenheimer“ gewann darüber hinaus in den Kategorien für den besten Schnitt, die beste Kamera und die beste Musik.
Preis für Emma Stone
Emma Stone gewann den BAFTA für die beste weibliche Hauptrolle in „Poor Things“. Als beste Nebendarstellerin wurde Da‘Vine Joy Randolph („The Holdovers“) geehrt.
Sophie Ellis-Bextors Hit „Murder On The Dancefloor“ von 2001 erlebte in den letzten Wochen dank seines Einsatzes in der viel diskutierten Nacktszene des Thrillers „Saltburn“ ein Revival - die Britin performte den Song während der Preisverleihung live. „Saltburn“-Hauptdarsteller Barry Keoghan applaudierte begeistert.
„The Zone of Interest“ ausgezeichnet
Zum ersten Mal in der Geschichte der BAFTAs gewann mit „The Zone of Interest“ ein britischer Film den Preis als bester nicht-englischsprachiger Film. In dem Historiendrama wird Deutsch und Polnisch gesprochen. Es dreht sich um die Familie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß. Das Ehepaar Höß wird von den Deutschen Christian Friedel und Sandra Hüller gespielt. Produzent James Wilson sagte, das Team sei „überwältigt“, dass der Film insgesamt drei Preise bekommen habe.
Als beste Dokumentation wurde der ukrainische Film „20 Tage in Mariupol“ von Mstyslaw Tschernow ausgezeichnet. Die Doku zeigt ein AP-Team ukrainischer Journalisten, das sich als letztes internationales Reporterteam bemüht, die Gräueltaten der russischen Invasion zu dokumentieren und einfängt, was später zu den prägendsten Bildern des Krieges werden wird: sterbende Kinder, Massengräber und die Bombardierung einer Entbindungsklinik.
Kein Preis für „Barbie“
Für die schwule und melancholische Fantasyromanze „All of Us Strangers“ mit sechs Nominierungen sowie die Publikumshits „Barbie“ und „Saltburn“ gab es - trotz jeweils fünf Nominierungen - keinen einzigen Preis.
Die BAFTAs wurden in der Royal Festival Hall des Southbank Centre in London verliehen, David Tennant („Doctor Who“) moderierte die von der BBC übertragene Award-Show.
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