Royal will "Respekt"
F: Polit-Zickenkrieg der Hollande-Frauen geht weiter
Dass die First Lady ihren Gegenkandidaten im westfranzösischen La Rochelle Unterstützungsbotschaften schicke, bezeichnete Hollandes Ex-Partnerin – die beiden haben vier gemeinsame Kinder - als einen "Schlag", der "zu hart" gewesen sei, um darauf am Dienstag direkt reagieren zu können. Die 47-jährige Trierweiler hatte per Twitter den Abweichler der Sozialisten, Olivier Falorni, gegen Royal ermutigt (siehe Infobox) - obwohl die sozialistische Partei und der Präsident ausdrücklich die Kandidatur Royals unterstützen.
First Lady weiter in der Kritik
Führende Sozialisten, darunter Premierminister Jean-Marc Ayrault, riefen die First Lady daraufhin zur Ordnung und forderten sie zu mehr Zurückhaltung auf. Parteichefin Martine Aubry sagte am Donnerstag dem Sender RTL, Trierweiler solle sich "diskreter" verhalten. Auch Arbeitsminister Michel Sapin, ein enger Vertrauter Hollandes, sprach sich im Radio Classique für eine zurückhaltende Rolle der Premiere Dame aus. Er und Aubry hoben aber auch hervor, dass der Vorfall im Wahlkampf zur Affäre aufgebauscht werde.
Royal kämpft um politisches Überleben
Für die sozialistische Ex-Präsidentschaftskandidatin Royal geht es bei der Wahl in La Rochelle ums politische Überleben. Die langjährige Lebensgefährtin von Hollande will Parlamentspräsidentin werden. Doch Partei-Abweichler Falorni weigert sich in La Rochelle, seine Kandidatur zu ihren Gunsten zurückzuziehen. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage dürfte Falorni, der nach der ersten Runde knapp hinten lag, die Stichwahl am kommenden Sonntag mit 58 zu 42 Prozent gewinnen.
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