Protest in Rom
Verbände beschweren sich über Obdachlosen-Zelte
In Rom protestieren Bürgerverbände jetzt gegen Obdachlose, die beim Petersplatz übernachten. Sie würden immer wieder viel Alkohol konsumieren und handgreiflich werden, hieß es. Derzeit kann Obdachlosen in Italien nicht angeordnet werden, in Einrichtungen der Gemeinde oder der Kirche zu übernachten.
Obwohl Plätze in den Unterkünften vorhanden seien, würden viele Betroffene das Schlafen im Freien bevorzugen, teilte die Stadt Rom mit. So sind einige Obdachlose etwa mit Hunden unterwegs, die keinen Zugang zu den Einrichtungen haben.
Da die Temperaturen derzeit vergleichsweise niedrig sind, wurden beim Petersplatz Zelte für sie aufgeschlagen. Freiwillige der Basisgemeinschaft San‘Egidio bringen Lebensmittel vorbei. Unweit des Petersplatzes befindet sich auch das vatikanische Caritas-Zentrum „Dono di Maria“, in dem Ordensschwestern täglich zwei Mahlzeiten für etwa 100 Bedürftige ausgeben. Zudem gibt es eine Krankenbetreuung und eine Übernachtungsmöglichkeit für 50 bis 70 Frauen. Hintergrund der Einrichtung ist der Tod von mehreren Obdachlosen im kalten Winter 1986 in der Nähe des Vatikans.
Probleme mit Alkohol und Gewalt
Heute regt sich Widerstand wegen starken Alkoholkonsums und Handgreiflichkeiten, bei denen laut Bürgerverbänden die Polizei eingreifen muss. Nach Schätzungen der Gemeinschaft Sant‘Egidio leben in Rom etwa 8000 Obdachlose. Ihnen kann nicht angeordnet werden, in Einrichtungen zu übernachten, wie die Stadt Rom mitteilte.
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