Das Vorarlberger Arbeitsmarktservice pumpt heuer 43 Millionen Euro in Maßnahmen, um beschäftigungslosen Menschen einen Job zu vermitteln. Ausbildung und Qualifizierung sind dabei die Schlüsselbegriffe.
Die schwächelnde Konjunktur und Fachkräftemangel - in dieser Klammer bewegen sich die Verantwortlichen des Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS). Bei der Ausarbeitung eines effizienten Programms, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen, müssen zahlreiche Faktoren mitgedacht werden.
Etwa der Ausbildungsgrad: Der Anteil vorgemerkter Arbeitsloser, die als maximal höchste abgeschlossene Ausbildung eine Pflichtschule absolviert haben, ist nach wie vor sehr hoch. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil bei 47,5 Prozent (4460 Personen) und somit über dem bundesweiten Durchschnitt von 44,9 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ist in dieser Gruppe gegenüber dem Vorjahr am stärksten (+ 343 oder + 8,3%) angestiegen. „Die Personalnachfrage der Unternehmen in beinahe allen Branchen und für alle Qualifikationsniveaus ist weiterhin hoch. Die Tendenz der Verlagerung von niedrig qualifizierten zu höher qualifizierten Tätigkeiten war auch bei der Personalnachfrage spürbar“, erklärt AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter dazu.
Neue Tools
Und das bedeutet: Qualifizierungsmaßnahmen. „Heuer ist geplant, dass mehr als 19.100 Personen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einbezogen werden, um so die Potenziale arbeitsloser Menschen entsprechend weiter zu entwickeln und der Beseitigung des Facharbeitermangels zu dienen. Geplant ist auch, dass mehr als die Hälfte der geschlechterspezifisch zuordenbaren Fördermittel für Frauen eingesetzt wird,“ berichtet Bereuter von den Plänen. Bei der Vermittlung von neuen Jobs sollen zudem moderne Tools wie Matching mit Kompetenzen, das AMS „JobBarometer“ oder der „BerufsInfomat“ zum Einsatz kommen. Oberste Priorität der AMS-Berater: Langzeitarbeitslosigkeit verhindern.
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