Top-Gastronom Max Stiegl von Gut Purbach im Burgenland hat offenbar die Muse geküsst. In den nächsten Wochen hat er viel vor.
Er trifft Entscheidungen aus dem Bauch heraus und ohne viel darüber nachzudenken. Außerdem hat er jede Menge kreative Einfälle und ist für jeden Spaß zu haben. Kein Wunder also, dass Max Stiegl (43) schon zu Jahresbeginn vor Ideen nur so sprüht.
Am 20. und 27. Januar lädt der Spitzenkoch wieder zum Sautanz-Essen in sein Gut Purbach ein. Das Schlachtfest gilt als Mekka für Fleischtiger, die auf burgenländische Hausmannskost stehen und es schätzen, dass beim Schwein alles verwertet wird - vom Rüssel bis zum Ringelschwanz.
Uriger Fasching
Sogar Touristen aus dem Ausland pilgern dafür extra an den Neusiedler See, um live beim blutigen Spektakel dabei zu sein, wenn Stiegl vor Publikum Blunzen, Grammeln, Bratwürste und geröstete Leber zubereitet.
„Weil die Nachfrage nach den zünftigen Spezialitäten so groß ist, bieten wir nicht nur Sautanzboxen zum Abholen an, sondern werden auch am Rosenmontag und Faschingsdienstag Sautänze veranstalten. Ab Mittag wird es zudem Sulzdelikatessen, Krenfleisch und Krapfen, die ich frisch ausbacken werde, zum Verkosten geben“, sagt Stiegl.
Gspusi gesucht?
Doch damit nicht genug! Weil der Aschermittwoch heuer mit dem Valentinstag zusammenfällt, hat er sich auch schon überlegt, wie er Herzensangelegenheiten und den Beginn der Fastenzeit lukullisch miteinander verbinden kann.
„Mit einem Heringsschmaus, der durch den Magen geht - so wie die Liebe! Dafür werde ich vor den Augen der Gäste einen Riesenwels filetieren, aus dem ich dann pikante Schmankerln zaubere. Wer Single und auf der Suche nach einem Gspusi ist, sollte unbedingt vorbeikommen, denn von meinen Events geht selten jemand allein nachhause“, schmunzelt der Lebemann, der Vater von drei Söhnen, aber nach wie vor ledig ist.
Neuer Heuriger
Lieber ist er mit seiner Arbeit verheiratet und davon hat er zurzeit genug. Denn noch vor Ostern will er in Purbach auf der Hauptgasse 34 auch einen neuen Heurigen mit dem Namen „Dreyhof“ eröffnen. Das Juwel, das teils aus dem 13. und 16. Jahrhundert stammt, hat er im Herbst 2022 erstanden und seither renoviert.
„Der Spaß hat bisher eine Million Euro gekostet und soll schnell refinanziert werden. Bis auf den Garten ist fast alles fertig. Schon bald können also auch hier meine Gäste die burgenländische Küche und Gemütlichkeit genießen. Außerdem möchte ich diesen besonderen Ort für Lesungen, Ausstellungen und Konzerte öffnen“, verrät Stiegl.
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