271 Gemeinden

Sozialhilfe reißt tieferes Finanzloch als erlaubt

Oberösterreich
10.01.2024 10:45

Das Gesetz begrenzt den Zuschuss der Kommunen, doch dieser ist in der Hälfte des Landes zu wenig. Sondergenehmigung.

Ein Viertel der Gemeindeeinnahmen sind maximal für die Sozialhilfeverbände auf Bezirksebene reserviert, die für die Alten- und Pflegeheime, Sozialberatung und mobilen Dienste verantwortlich sind. Doch in acht Bezirken kommen die Verbände damit nicht mehr aus. Also genehmigte das Land OÖ eine Ausnahme im Bezirksumlagegesetz. Das bedeutet für 271 Gemeinden, dass sie nun deutlich mehr Geld an die Sozialhilfeverbände abliefern müssen.

Vöcklabruck zahlt am meisten
Im Detail: Die Gemeinden in Steyr-Land zahlen 25,98 Prozent, jene in Braunau 26 Prozent, in Freistadt 26,6 Prozent, in Rohrbach 26,7 Prozent, in Ried 27 Prozent, in Schärding 28 Prozent, in Kirchdorf 28,2 Prozent und die 52 Gemeinden des Bezirks Vöcklabruck mit 29,5 Prozent am meisten.

Damit steigt der Druck auf die Gemeinden, an anderer Stelle zu sparen. Und bereits jetzt wird damit gerechnet, dass sich heuer die Zahl der Abgangsgemeinden, also jenen Kommunen, die ein Minus schreiben, in Oberösterreich von 85 auf 164 steigt. Seitens SP-Gemeindesprecher Tobias Höglinger kommt daher die Forderung, dass das Land OÖ auf die Landesumlage verzichtet, in Summe rund 150 Millionen € bei den Gemeinden belässt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Oberösterreich
10.01.2024 10:45
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung