Vor allem Akademiker

58 Prozent bildeten sich im Vorjahr weiter

Österreich
09.01.2024 15:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mehr als jede zweite Person in Österreich (58 Prozent) hat sich im Vorjahr weitergebildet. Darunter sind vor allem Menschen zwischen 25 und 34 Jahren sowie Akademikerinnen und Akademiker. Das geht jetzt aus Daten der Statistik Austria hervor. 

Gezählt wurden formale Bildungsaktivitäten wie Studien oder Kollegs, aber auch nicht-formale wie Kurse, Seminare, Workshops und Schulungen am Arbeitsplatz. Den Zahlen nach bildeten sich im vergangenen Jahr 58 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Österreich weiter. Im Vergleich zur Erhebung 2016/17 ist das ein leichtes Minus. Der Rückgang geht vor allem auf Männer zurück.

Nach Altersgruppen betrachtet entschieden sich vor allem die 25- bis 34-Jährigen für Aus- und Weiterbildungen (69 Prozent), gefolgt von den 35- bis 44-Jährigen (62,1 Prozent). Bei der ältesten betrachteten Gruppe - den 55- bis 64-Jährigen - absolvierten im Vorjahr nur etwa vier von zehn Menschen eine Aus- oder Weiterbildung (43,4 Prozent).

Teilnahme steigt mit Bildungsgrad
Darüber hinaus stieg auch diesmal die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsaktivitäten mit dem Bildungsgrad. Während es bei Personen mit Pflichtschulabschluss weniger als jede dritte (27 Prozent) ist, sind es bei Personen mit Universitäts- beziehungsweise verwandtem Abschluss bereits 78,8 Prozent.

Über alle Gruppen verteilt wählten die Menschen eher nicht-formale Aus- und Weiterbildungen als formale Bildungsangebote. „Die Anforderungen in der Berufswelt ändern sich durch das Beherrschen neuer Skills und die Anwendung neuer digitaler Technologien rasant. Aus- und Weiterbildung ist daher die beste Zukunftssicherung für unseren Arbeitsmarkt (...)“, sagte die stellvertretende Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Mariana Kühnel, in einer Aussendung.

Die Wirtschaftskammer forderte jetzt mehr Förderungen für Weiterbildungen wie ein staatlich finanziertes Bildungskonto. Es sei wichtig, „auch jene Altersgruppen wieder stärker in Weiterbildungsmaßnahmen zu bekommen, deren Anteil an der Erwachsenenbildung laut aktueller Erhebung rückläufig war.“

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