Aus Sicht des Bürgermeisters bringt eine Beteiligung für die Gemeinde mehr Nachteile als Vorteile. Fast alle anderen Gemeinden im Bezirk sind bei dem Projekt mit an Bord.
Die Gemeinde Deutschkreutz ist nun doch nicht beim Businesspark Mittelburgenland mit an Bord. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, weil über eine neu hinzugekommene Zusatzvereinbarung abgestimmt werden musste. „Der Vertrag hätte mehr Nachteile als Vorteile für die Gemeinde bedeutet“, sagt Bürgermeister Andreas Kacsits (ÖVP).
Geringe Erträge befürchtet
Nicht nur hätte sich Deutschkreutz für 70 Jahre gebunden und wäre zu jährlichen Zahlungen verpflichtet gewesen. Bei der Schaffung von eigenen Gewerbegebieten mit mehr als 5000 Quadratmetern Größe hätte die Gemeinde diese der Businesspark-Gesellschaft zum Verkauf anbieten müssen, so Kacsits. Zudem seien Erträge aus dem Businesspark erst nach Jahren zu erwarten. An die beteiligten Gemeinden würden nur 40 Prozent der Erträge gehen, wobei die Hälfte davon Steinberg und Oberpullendorf erhalten würden. „Reich wird man nicht“, so Kacsits.
Nur zwei sind nicht dabei
Laut Michael Gerbavsits, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland, hat neben Deutschkreutz bisher nur Mannersdorf einen Rückzieher gemacht. Das sei aber kein Beinbruch und im Fall von Deutschkreutz werde man noch versuchen, ein Umdenken zu erreichen. Mit einem interkommunalen Businesspark im Bezirk statt Betriebsgebieten in jeder Gemeinde wolle man die Bodenversiegelung eindämmen - deswegen die Regelung mit den 5000 Quadratmetern.
Gemeinden profitieren
Selbstverständlich müsse so ein Projekt am Anfang finanziert werden. Gerbavsits ist aber überzeugt, dass die Gemeinden von dem Businesspark profitieren werden. Wie viele Zusagen es bereits von Betrieben gibt, die sich dort ansiedeln werden, will er in den nächsten Wochen bekannt geben.
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