Das Programm Athleta 2025 ermöglicht 29 Justizsportler des Landes ihr Hobby zum Beruf zu machen. Auch Leichtathletik-Ass Caro Bredlinger und „Doppelathletin“ Kathi Mezgolits absolvieren Dualausbildung.
Spitzensport und Job – was für viele wie ein Spagat wirkt, wird hier zum Erfolgsmodell. „Für uns gibt es nicht Besseres, als das Hobby zum Beruf zu machen“, schwärmt Kathi Mezgolits, eine von aktuell 29 Justizsportlerinnen. Möglich macht das das Programm Athleta 2025: eine duale Ausbildung, die rot-weiß-roten Leistungsträgern erlaubt, auf höchstem Niveau zu trainieren – und gleichzeitig beruflich Fuß zu fassen. Mit klingenden Namen wie Olympiasiegerin Ariane Rädler oder Leichtathletin Caroline Bredlinger, Gewinnerin des Justizsportawards 2025, hat das Projekt längst Strahlkraft.
Die Ausbildung ist dabei bewusst anders aufgebaut. Statt klassischem Schulalltag gibt es Praxisphasen, gefolgt von intensiven Theorieblöcken – wie aktuell im Landessportzentrum VIVA in Steinbrunn. „Spitzensportler kann man nicht durchgehend in die Schule setzen. Deswegen bekommen sie hier die nötige Flexibilität – und gleichzeitig eine echte berufliche Absicherung“, erklärt Programmkoordinator Mario Schindler. Der selbst seit 33 Jahren für seinen Job und das Ringen brennt, deshalb weiß: „Die Zeiten, in denen ein Justizler nur auf- und zusperrt, sind lange vorbei.“ Disziplin, Ehrgeiz und Belastbarkeit – genau jene Eigenschaften, die Athleten täglich leben, sind auch im Berufsalltag gefragt. Dazu kommt die öffentliche Präsenz: ein Pluspunkt für beide Seiten.
“Mentale Erleichterung“
Dass das Konzept aufgeht, bestätigen die Sportler selbst. „Ich hatte ehrlicherweise davor gar keine Vorstellungen. Aber es ist eine enorme Erleichterung, vor allem mental“, so Bredlinger. Training, Wettkämpfe und Job lassen sich koordinieren, ohne ständig an die finanzielle Grenze zu stoßen. „Es macht unser Leben einfacher, weil man nicht mehr jeden Cent dreimal umdrehen muss.“
Auch Mezgolits, die im Eisschnelllauf und Inlinespeedskating zu Hause ist, sieht ihre Entscheidung als Volltreffer. „Direkt nach der Matura war das die perfekte Lösung“, erzählt sie. „Ich bin abgesichert und muss mir keine Sorgen machen, wann und ob ich überhaupt neben meinem Beruf trainieren kann.“
Es ist ein System, das vor allem Athleten aus Randsportarten neue Möglichkeiten eröffnet. Zudem Sicherheit und Struktur gibt. Und die Chance bietet, den eigenen Weg konsequent weiterzugehen.
Die Antwort auf die Frage, ob sie sich wieder so entscheiden würden, kommt ohne Zögern: „Zu 100 Prozent.“
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