In Wels haben Kinderkrippen im Schnitt 49,8 Wochenstunden offen, im Bezirk Ried im Innkreis nur 32,2. Der große Unterschied zwischen Statutarstädten und den Bezirken zieht sich durch das ganze Bundesland. Die SPÖ kritisiert stagnierende Öffnungszeiten, die ÖVP verweist auf die beschlossene Ausweitung.
„Das ist ein Armutszeugnis, vom Kinderland Nr. 1 kann noch lange keine Rede sein.“ Was SPÖ-Bildungssprecherin Doris Margreiter so ärgert: die Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen.
Denn die stagnieren mehr oder weniger, wie eine Anfragebeantwortung von LH-Stellvertreterin und Bildungsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) an die SPÖ zeigt: Im Arbeitsjahr 2021/22 hatten Kinderkrippen im Schnitt noch 39 Stunden pro Woche offen, im Zeitraum 2022/23 waren es nur noch 38,8 Stunden. Die durchschnittlichen Öffnungszeiten der Kindergärten sind mit 41,8 Wochenstunden gleich geblieben. Und bei den Horten gab es von 30,3 auf 30,4 Stunden sogar ein Plus.
Ausweitung seit September
Weitaus größer sind die Unterschiede zwischen den Bezirken im Bundesland: Während Krippen etwa in der Stadt Wels im Schnitt 49,8 Stunden geöffnet haben, sind es im Bezirk Ried im Innkreis nur 32,2 Wochenstunden, in Rohrbach 32,3 und in Grieskirchen 32,4 Stunden.
LH-Stellvertreterin Haberlander verweist auf das im vorigen Dezember abgeschlossene Gesetzespaket. „Und wie damals versprochen, haben wir die Punkte in Rekordzeit umgesetzt und unter anderem die Öffnungszeiten der Kinderbildungseinrichtungen seit September diesen Jahres stark ausgeweitet.“ Die Änderungen seien daher in der aktuellen Statistik noch nicht sichtbar.
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