Blackout-Technik ist bei falscher Anwendung oft lebensgefährlich. Wiens Feuerwehr und die Helfer Wiens warnt jetzt vor unsachgemäßer Handhabung und Montage. So muss ein Anschluss von Notöfen an den Kamin unbedingt von einem Fachmann überprüft werden ...
Im Zuge der Ukrainekrise stieg auch die Angst vor einem Blackout. Viele Wiener wollten sich vorbereiten und schafften Notkamine, Notstromaggregate, Treibstoff oder Gasflaschen an. Auf fachmännische Anleitung wird meist verzichtet. Dann wird der Betrieb mitunter lebensgefährlich - auch für die Nachbarschaft. Erst am Wochenende kam es in einer Wiener Kleingartenanlage zu einem Todesfall durch Kohlenmonoxidvergiftung. Grund für den Unfall dürfte der Betrieb eines Notstromaggregats im Haus gewesen sein. Das Problem: Das Gas ist hochgiftig, aber nur schwer zu bemerken, da es unsichtbar und geruchlos ist.
Einbau nur mit Expertenhilfe
Wiens Feuerwehr und die Helfer Wiens sind überzeugt, dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Einzelfall bleiben wird, und warnen jetzt vor unsachgemäßer Handhabung und Montage. So muss ein Anschluss von Notöfen an den Kamin unbedingt von einem Fachmann überprüft werden. „Notstromaggregate sind günstig im Handel erhältlich und vermitteln das Gefühl, im Falle eines Stromausfalles autark zu sein. Jedoch ist die Gefahr oft größer als der Nutzen“, weiß Wolfgang Kastel, Chef der Helfer Wiens.
Kohlenmonoxid ist hochgiftig, aber nur schwer zu bemerken, da es unsichtbar und geruchlos ist. Die Gefahr wird oft unterschätzt.
Feuerwehrstadtrat Peter Hanke (SPÖ)
Wiener bunkern Treibstoff
Die Aggregate sind zur Verwendung im Freien bestimmt, oder sie brauchen eine fachgerechte Ableitung der Abgase. Zusätzlich benötigen sie Treibstoff, der eine begrenzte Haltbarkeit hat und entsprechend gelagert werden muss. Bei Bränden ist das alles eine zusätzliche Gefahr für Hausbewohner und für die Einsatzkräfte. „Wer sich die Produkte anschaffen möchte, sollte unbedingt fachliche Hilfe einholen“, so der Aufruf der Helfer Wiens, die hier gerne beraten.
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