Der neue Beschluss zum Kärntner Landesbudget sieht allein für die Jahre 2024 und 2025 773 Millionen neue Schulden vor. Die Wirtschaftskammer zeichnet daher ein düsteres Bild.
„Bis 2027 bedeutet der Budgetbeschluss des Landes 2,5 Milliarden zusätzliche Schulden, der Gesamtschuldenstand des Landes verdoppelt sich beinahe“, warnt WK-Präsident Jürgen Mandl. „Das ist nicht nur keineswegs enkeltauglich, das ist ein Anschlag auf die Zukunft dieses Landes.“ Schon heute habe Kärnten mit 6298 Euro (Stand 2022) die höchste Pro-Kopf-Verschuldung Österreichs. Diese würde bis 2027 auf rund 11.300 Euro explodieren.
Mandl kritisiert fehlende Einsparungen und die hohen Gehaltsabschlüsse für 12.000 Landesbedienstete, die allein 90 Millionen Euro kosten würden. Das bringe auch zusätzliche Belastungen für die Kärntner Gemeinden - vielen droht laut Gemeindebund 2024 die Zahlungsunfähigkeit. „Und trotz all dieser Alarmsignale gibt es nicht einmal das leiseste Anzeichen von Reformbereitschaft“, prangert der WK-Präsident weiter an. „Kärnten treibt - sympathisch moderiert, aber widerstandslos - auf die budgetäre Handlungsunfähigkeit zu.“
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