Weihnachtskonzert

Stella Matutina bot Hirtenidyll und Zeitraffer

Vorarlberg
15.12.2023 10:45
Porträt von Anna Mika
Von Anna Mika

Der Organist Johannes Hämmerle hatte die Leitung des weihnachtlichen Abokonzertes des Concerto Stella Matutina inne.

Spricht man vom Leipziger „Thomaskantor“, so ist damit so gut wie immer Johann Sebastian Bach gemeint. Doch natürlich gab es weitere Inhaber dieses Amtes, zum Beispiel Bachs unmittelbaren Vorgänger Johann Kuhnau, der nicht nur Musiker, sondern Universalgelehrter war.

Ihm war das Programm des diesjährigen weihnachtlichen Abokonzertes des Vorarlberger Barockorchesters Concerto Stella Matutina (CSM) gewidmet, das am Mittwoch und gestern, Donnerstag, in der Götzner Kulturbühne AmBach stattfand.

Von der Truhenorgel aus dirigiert
Johannes Hämmerle, meist bescheiden als Cembalist oder Organist im Ensemble, leitete das CSM in jeweils unterschiedlicher Besetzung von der Bank der Truhenorgel aus, die er, mittig positioniert, selbst spielte.

Und da der rote Faden durch das Programm drei Weihnachtskantaten von eben dem oben bereits erwähnten Herrn Kuhnau waren, trat mit den von Konzertmeister David Drabek angeführten Instrumentalisten noch ein Gesangsensemble auf.

Die Sopranistin Anna Gschwend hatte vergleichsweise wenig zu tun, denn im damaligen Leipzig sangen in den Kirchen keine Frauen, sondern Knaben, somit war der Sopranpart weniger anspruchsvoll. Das kennen wir ja auch von Bach.

Gleichwohl erfreute die Schweizerin mit ihrer strahlenden Stimme in den Ensembles. Eingesprungen ist der Altist Yosemeh Adjei, der seine Rezitative und Arien mit schönem Stimmklang und klarer Diktion sang.

Schon zum wiederholten Mal hörte man Jakob Pilgram mit dem CSM, er wusste auch diesmal für sich einzunehmen. Wohlklingende und lebendige GestaltungDer niederösterreichische Bassist Maximilian Schnabel gestaltete seine Arie wohlklingend und lebendig. Johannes Hämmerle leitete das Ensemble fast ausnahmslos sicher durch die unbekannten Partituren. Zudem überraschte er durch seine theologisch fundierte und dabei humorvolle Moderation, in der er eine der Kantaten als Hirtenidyll beschrieb, eine andere als heilsgeschichtlichen Zeitraffer.

Zwischen den Kantaten von Kuhnau hörte das Publikum Instrumentalmusik von Georg Philipp Telemann und Johann David Heinichen, und als Zugabe zum erbaulichen Programm erklang das bekannte Weihnachtslied „In dulci jubilo“.

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