Ein Paragleiter (48) stürzte beim winterlichen Soaren, also beim Gleitschirmfliegen im Hangaufwind auf der Koralpe ab.
Das Fliegen mit einem Gleitschirm, das sich vom Wind durch die Lüfte tragen zu lassen und dabei frei wie ein Vogel zu sein, ist ein unbeschreibliches Gefühl - und Dank modernstem Material auch sehr sicher. „Dennoch sollte man beim Fliegen niemals den Respekt verlieren“, so die erfahrene Kärntner Fluglehrerin Maggie Grabner, die seit 30 Jahren Paragleiter auf der Gerlitzen das Fliegen lehrt.
„So nah wie möglich an einer Bergkante“
Bei Piloten beliebt ist das ungefährliche Fliegen im gleichmäßigen Hangaufwind, wie es auch jener Lavanttaler gemacht hat, der Mittwochnachmittag dabei auf der Koralpe abgestürzt war. „Beim Soaren fliegt man mit seinem Gleitschirm so nah wie möglich an einer Bergkante, da in diesem Bereich das stärkste Steigen vorherrscht“, erklärt der 63-jährige Villacher Othmar „Oldfox“ Altmann, der auf mehr als drei Jahrzehnte unfallfreie Gleitschirmfliegerei zurückblicken kann.
Doch warum dann der 48-Jährige dennoch dabei abgestürzt ist, ist laut Experten noch völlig unklar. „Es hat den Vorfall niemand gesehen“, heißt es in der Wolfsberger Pilotenszene. Nach dem Start von der Rampe für Drachenflieger war der Lavanttaler zehn Minuten lang hin und her geflogen. Vermutet wird, dass der Paragleiter vom Hang wegdrehen wollte und dabei seinen Gleitschirm „auf negativ abgerissen“ hat. Altmann: „Dabei kommt es an der Kurven-Innenseite des Flügels zum Strömungsabriss.“ Der 48-Jährige stürzte aus 20 Metern Höhe zu Boden. Der Verletzte wurde per Rettungshubschrauber ins UKH Graz geflogen.
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