05.04.2012 07:49 |

Im Großeinsatz

Polizei setzt auf "Aktion scharf" im Osterreiseverkehr

Die Polizei verschärft ihre Kontrollen im Osterreiseverkehr: Auch im heurigen Jahr hat die Exekutive kein Pardon mit Rasern und Alkolenkern angekündigt, die für einen Großteil der tödlichen Verkehrsunfälle auf Österreichs Straßen verantwortlich sind. Bis zu 7.000 Polizisten sind täglich im Einsatz, ausgerüstet mit mehr als 1.200 Laser-Pistolen und 1.400 Alko-Vortestgeräten.

Ziel der verstärkten Polizeikontrollen sei der Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer vor rücksichtslosen Rasern, Dränglern und Alkolenkern. Die Anzahl der Unfälle hänge dabei immer auch eng mit den Wetterbedingungen zusammen, sagte Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium. "Bei Schönwetter gibt es mehr Ausflugsverkehr, es sind mehr Einspurige unterwegs."

Nicht nur Autofahrer im Visier
Schwerpunktaktionen wurden auch auf beliebten Ausflugsstrecken für Motorradfahrer angekündigt. Aber auch Mopeds, Lkws und Busse werden unter die Lupe genommen. Die Polizei achtet besonders auf Einhaltung des Sicherheitsabstandes sowie auf die Sicherheitsgurt- und Kindersicherungspflicht. Auch vor Diskotheken und in der Umgebung von Clubbings muss mit mehr Polizei gerechnet werden.

Zwischen Karfreitag und Ostermontag ereigneten sich im Vorjahr 369 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, vier Menschen starben und 496 wurden verletzt. Knapp 67.000 Fahrzeuglenker wurden wegen Schnellfahrens abgestraft. Die Polizei erstattete 560 Anzeigen wegen Alkoholisierung und nahm 230 Führerscheine vorläufig ab.

2010 gab es mit drei Toten die niedrigste Zahl seit Einführung der Statistik im Innenministerium im Jahr 1968. Die schwärzeste Unfallbilanz gab es zu Ostern 1976 mit 39 Toten.

Tipps der Polizei zum Osterreiseverkehr:

  • Hektik vermeiden: Das verursacht Fahrfehler und stört die
    Konzentration.
  • Die Geschwindigkeit den jeweiligen Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen anpassen.
  • Abstand halten und beim Überholen kein Risiko eingehen.
  • Müdigkeit nicht unterschätzen und regelmäßige Pausen einlegen.
  • Vorsicht bei der ersten "Frühlingsausfahrt" für Moped- und Motorradlenker.
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