Auch im Ländle formiert sich Widerstand gegen die Reformpläne von Gesundheitsminister Johannes Rauch. Neben der Ärztekammer hat sich auch die ÖGK-Landesstellenspitze kritisch geäußert.
Christoph Jenny, der sich den Landesstellenvorsitz mit Manfred Brunner teilt, erläuterte das in Vorarlberg etwas eigene System, wonach über einen Teil der Beitragseinnahmen ÖGK und Ärztekammer in bewährter Zusammenarbeit gemeinsam über neue Honorare oder Stellen entschieden. „Wir tragen hier gemeinsam Verantwortung und wollen dieses System bewahren“, betonte Jenny.
Bei einer österreichweiten Vereinheitlichung der Leistungen müsse bei der Honorargestaltung auf die besondere Situation Vorarlbergs - höhere Lebenskosten und die Nähe zur gut zahlenden Schweiz - Rücksicht genommen werden. Die ÖGK-Landesstellenführung befürchtete andernfalls, dass Ärzte aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu neuen Kassenverträgen bereit wären bzw. dass bestehende Verträge gekündigt werden könnten.
Bei der Ärztekammer stehen die Zeichen unterdessen auf Sturm. Sie könnten mit geringeren Honoraren nicht wirtschaftlich arbeiten, die Reform gehe auf Kosten der Patienten. Sollten die Pläne unverändert umgesetzt werden, würden Kampf- und Protestmaßnahmen mitgetragen werden.
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