Die beliebte Bühne im Lustgarten in Klagenfurt machte dicht. Im Lokal wird aber weiter musiziert, mehrmals im Monat soll es Konzerte geben.
Es war ein Kunstprojekt für alle, das Theater im Lustgarten, das kreativen Menschen aus allen Richtungen günstig und unkompliziert Auftrittsmöglichkeiten geboten hat. Und es wurde in den vergangen acht Jahren so ziemlich alles performt in dem knapp 100 Zuschauer fassenden Theater – vom Bauernschwank bis zum Kabarett, von Lesungen bis zu Musikabenden. Oft genug mussten noch Barhocker aus dem Lokal neben die vollen Sitzreihen gestellt werden.
Finanzielle Gründe und verschiedene Ansichten
Nun ist das Projekt beendet, mit der Derniere der Komödie „Blind Date mit einer Leiche“ der Seniorengruppe Die Gefassten fiel der letzte Vorhang. Zum einen aus finanziellen Gründen, zumal man trotz der höher werdenden Kosten versucht hat, die Bühnenmieten niedrig zu halten, auch immer wieder einmal ein Auge zugedrückt hat, wenn eine Gruppe die Kosten nicht einspielen konnte.
Dazu hat sich die künstlerische und geschäftliche Leitung auseinandergelebt: Klagenfurts Komödien-Legende Seppi Ess, der die Bühne mit seinem Verein zur Förderung des Humors gegründet und lange selber bespielt hat, und Lustgarten-Hausherr Bruno Lustig. „Ich wollte mit dem Projekt Künstlern und dem Lustgarten helfen, aber es lief nicht mehr so wie geplant, ich bin auch müde, es ist schade aber die Zeit ist abgelaufen“, so Ess, der sich zurückzog.
„Ich kann aber nicht in der ganzen Anlage alles allein machen“, so Lustig, der im Theater nun seinen Schauraum für Gartenmöbel und Accessoires erweitert, das Lokal weiter betreibt. Dort wird es wieder mehrmals im Monat Konzerte geben.
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