„In kommenden Tagen“
Hamas kündigt Freilassung ausländischer Geiseln an
Hunderte Geiseln befinden sich nach wie vor in der Gewalt der radikalislamistischen Hamas - nun kündigte die Terrororganisation die Freilassung ausländischer Gefangener „in den kommenden Tagen“ an.
Der bewaffnete Arm der im Gazastreifen herrschenden Hamas hat die baldige Freilassung mehrerer ausländischer Geiseln angekündigt. „Wir haben die Vermittler informiert, dass wir eine bestimmte Zahl von Ausländern in den kommenden Tagen freilassen“, sagte der Sprecher der Essedin-al-Kassam-Brigaden, Abu Obeida, am Dienstag in einer im Fernsehen übertragenen Rede.
Etwa 240 Geiseln in der Gewalt der Terroristen
Bei ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober hatten Hamas-Kämpfer etwa 240 Geiseln genommen. Vier der Entführten ließ die militante Palästinenserorganisation inzwischen frei, eine verschleppte Soldatin wurde von der Armee am Montag befreit.
Israel treibt unterdessen den Einsatz seiner Bodentruppen im Gazastreifen voran. Innerhalb von 24 Stunden seien rund 300 Ziele angegriffen und Dutzende Terroristen getötet worden. Israelische Soldaten befänden sich in „verschiedenen Teilen des nördlichen Gazastreifens“, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus am Dienstag. Zwei israelische Soldaten wurden bei den Kampfhandlungen am Dienstag getötet.
„Heftige Kämpfe“ tief im Gazastreifen
Zwei weitere Streitkräfte wurden den Angaben nach bei den Gefechten schwer verletzt. Zuvor hatte Israels Armee „heftige Kämpfe“ mit der Hamas „tief im“ Gazastreifen gemeldet. In den vergangenen Stunden seien Dutzende Hamas-Kämpfer getötet worden, erklärte die Armee. Israelische Truppen hätten unter anderem Hamas-„Zellen“ getroffen, die für den Abschuss von Panzerabwehrraketen verantwortlich gewesen seien, hieß es weiter. Zudem hätten sie zahlreiche Waffen sowie Sprengstoff beschlagnahmt.
Die Essedin-al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, berichteten ihrerseits, israelische Truppen im Gebiet Al-Tawam im Norden des Palästinensergebiets in einen Hinterhalt gelockt sowie das Feuer auf vorrückende Militärfahrzeuge eröffnet zu haben. Zuvor hatte Armeesprecher Conricus erklärt, in den Gazastreifen seien schwer gepanzerte Fahrzeuge, Panzer, gepanzerte Kampffahrzeuge und Bulldozer bewegt worden. Er verstehe, dass die humanitäre Situation in dem dicht besiedelten Küstenstreifen schwierig sei, sagte er. Dies sei jedoch nicht die Schuld der israelischen Armee.
Luftangriffe gegen 300 Ziele
Zudem führte die Armee am Dienstag eigenen Angaben zufolge Luftangriffe auf rund 300 Ziele im Gazastreifen aus. Darunter seien Raketenabschussrampen und „Militärstellungen in unterirdischen Tunneln der Terrororganisation Hamas“ gewesen. „Terroristen“ seien getötet worden.
Der palästinensische Rote Halbmond meldete israelischen Beschuss in der Nähe eines seiner Krankenhäuser im Norden des Gazastreifens, wo demnach rund 14.000 Zivilisten Schutz gesucht hatten. „Andauernde Artillerie- und Luftangriffe im Gebiet Tel al-Hawa im Gazastreifen, wo sich das al-Kuds-Krankenhaus befindet“, teilte die Organisation mit. Israel wirft der Hamas vor, unter Krankenhäusern ihre „Kommandozentralen“ versteckt zu haben und Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ zu missbrauchen. Die Hamas weist dies zurück.
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