GUTEN MORGEN

(Un-)tag der Fahne | KPÖ ausgeladen

Er ist der Tag, an dem die Österreicher besonders stolz auf ihr Land sind. Er ist auch der Tag, an dem die Politiker große Sonntagsreden (Pardon: Feiertagsreden natürlich) schwingen. Und er ist vor allem auch Tag der Fahne, der österreichische Nationalfeiertag am 26. Oktober. Doch gestern hatten gleich zwei Parteien ihre liebe Not mit der österreichischen Flagge und machten ihn mehr zum Untag der Fahne: So postete ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer einen Text zum Feiertag mit einem verkehrt herum abgebildeten Bundesadler - das Bild dürfte versehentlich gespiegelt worden sein, so blickte der Bundesadler nicht wie üblich und natürlich auch vorgeschrieben nach links, sondern nach rechts. Apropos rechts: Bei der FPÖ, bekanntlich Partei der „aufrechten Rechten“, stach im Video von Herbert Kickls Nationalfeiertags-Veranstaltung ein rot-weiß-roter Button an seiner Brust ins Auge - mit vertikalen Streifen. Vonseiten der FPÖ hieß es, dabei handle es sich um „Festung Österreich“-Anstecker. Andere meinen freilich, diese Streifung erinnere an die Flagge Perus. Wobei der Nationalfeiertag Perus schon am 28. Juli begangen wurde. Also wird es sich wohl doch um eine blaue Interpretation der österreichischen Fahne handeln. Sie feiert eben auch den Nationalfeiertag auf ihre Art…

KPÖ ausgeladen. Eine andere Partei, die sich auch gerne dem sogenannten und bei ihnen so verpönten „Mainstream“ widersetzt ist die KPÖ. In Graz stellt sie bekanntlich sogar die Bürgermeisterin. Mit der in Österreich breit getragenen Israel-Solidarität nach dem grauenvollen Massaker der Hamas an Hunderten Israelis, haben die Kommunisten ihre liebe Not. Es dauerte Tage, bis die Israel-Fahne endlich am Grazer Rathaus Platz fand. Nun hat der Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz und Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Elie Rosen, die kommunistische Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr sowie KPÖ-Gemeinderäte von der Gedenkfeier zum 85. Jahrestags der Novemberpogrome 1938 ausgeladen - wegen des vor allem der bei der politischen Linken vorzufindenden „Israel-orientierten“ Antisemitismus, der den Juden in Österreich besonders zusetze, teilte die Jüdische Gemeinde Graz mit. Ein starkes Zeichen!

Kommen Sie gut durch den Freitag!

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