Im Kultmusical „My Fair Lady“ in der Bühne Baden schlüpft Chris Lohner mit fitten 80 Jahren als Mrs. Higgins zum ersten Mal in die Rolle einer Mutter.
„Meine erste Frage war: Ich muss aber nicht singen, oder?“, lacht Chris Lohner über den Moment, als ihr eine Rolle in „My Fair Lady“ angeboten wurde. Nein, singen nicht, als (ÖBB-)Stimme der Nation muss sie als Mrs. Higgins nur sprechen - und ihrem Sohn wegen des ruppigen Umgangs mit dem Blumenmädchen Eliza auch mal die Leviten lesen.
„Mit 80 Jahren spiele ich zum ersten Mal eine Mutter auf der Bühne“, schmunzelt sie. „Ich fürchte nur, dass man mich gar nicht erkennen wird. Ich trage ja eine Perücke, schließlich kann ich ja nicht als die Lohner auf die Bühne gehen“, verrät sie. „Ich habe meine Frisur seit mehr als 50 Jahren“, meint sie über den zur Trademark gewordenen roten Pagenkopf. „Das ist für eine Schauspielerin eher hinderlich. Viele werden mich also wohl erst nach ein paar Sätzen erkennen - zumindest all jene, die mit der Bahn fahren.“
Die Mrs. Higgins passe jedoch zu ihr. „Es ist eine lustige kleine Rolle. Sie ist schon so etwas wie eine coole Alte“, lacht sie. Ein Prädikat, das man - mit allem Respekt - auch ihr selbst verleihen kann. Dem 80er trotzt Lohner mit einem immensen Arbeitspensum.
Neben dem Engagement in Baden liest sie mit Erwin Steinhauer Briefe von Marlene Dietrich und Friedrich Torberg und geht mit dem „unartigen“ Programm „Schon wieder Weihnachten“ auf Tour. „Das Wichtigste im Alter ist, dass man seinen Kopf fit hält. Was nutzt einem ein knackiger Hintern, wenn das Hirn nicht mehr funktioniert!“
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