Nach dem Großbrand eines Bauernhofes in Ellmau in Tirol (Bezirk Kufstein) am Dienstag steht nun die Brandursache fest. Das Feuer brach offenbar aufgrund eines technischen Defekts aus. Die große Zerstörung stellte die Brandermittler zunächst vor eine knifflige Aufgabe.
Mit Sirenenalarm wurden die Florianijünger am Dienstag gegen 22 Uhr zum Einsatzort gerufen. Im Bereich einer Hackschnitzelanlage war auf dem Bauernhof das Feuer ausgebrochen. Laut Polizei „griff es vom Nebengebäude auf das Wohnhaus und den Stall über“. 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren Ellmau, Scheffau, Söll, Kufstein, Going und St. Johann waren gefordert. Zum Glück konnten alle Menschen und Tiere in Sicherheit gebracht werden.
Schwierige Brandermittlungen
Ein Sachverständiger der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung, Beamte des Landeskriminalamtes und ein Bezirksbrandermittler machten sich sofort auf der Suche nach der Brandursache. „Aufgrund der massiven Zerstörung des Brandobjektes, konnte der Brandausbruchsbereich nur mehr auf den mittleren Bereich des Nebengebäudes, westlich vom Hackschnitzellagers, eingegrenzt werden“, heißt es seitens der Polizei. Dort waren mehrere technische Geräte gelagert und Fahrzeuge abgestellt.
Enormer Sachschaden
„Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Brand in diesem Bereich aufgrund eines technischen Defekts ausgebrochen ist“, so die Exekutive. Eine Brandentstehung im Bereich des Hackschnitzellagers bzw. im Heizraum kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. „Hinweise auf ein fahrlässiges Handeln, bzw. auf eine Brandlegung konnten nicht ermittelt werden“, so die Ermittler. Nach ersten Schätzungen dürfte der Gesamtschaden im unteren sechsstelligen Eurobereich liegen.
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