Adalbert-Stifter-Kai, Friedrich-Gulda-Straße oder Johann-Strauß-Straße: Das sind nur einige der vielen Straßen in Bad Ischl, die nach Männern benannt sind. Den Töchtern der Stadt sind hingegen nur ganz wenige Namen gewidmet - das will der Ex-Skispringer und Journalist Mario Friedwagner in Bälde ändern.
Von den rund 260 Straßen in Bad Ischl sind nur eine Handvoll nach Frauen benannt. Das will der Ex-Skispringer, Journalist und Kulturarbeiter Mario Friedwagner nun ändern: Insgesamt zwölf Straßen und Plätze sollen in Zukunft die Namen von weiblichen Persönlichkeiten tragen. Am Freitag präsentierte er die Initiative gemeinsam mit Bürgermeisterin Ines Schiller (SPÖ). Eine Historikerkommission hat nun der Stadt zwölf Frauen vorgeschlagen.
Acht NS-Opfer, vier Souffragetten
Außer vier Frauenrechtlerinnen (Bertha von Suttner, Frieda Raimann, Marie Spanitz und Karoline von Perin) handelt es sich um acht Opfer des NS-Regimes, die aufgrund ihrer Herkunft (Betty Kohn, Helene Löhner), religiösen Weltanschauung (Rosalia Hahn, Pauline Schlägl), ihrer Behinderung oder Erkrankung (Elisabeth Müllegger, Franziska Sams) oder ihres Widerstands gegen die Nazis (Karoline Gaiberger, Theresia Pesendorfer) ermordet oder vertrieben wurden.
Fast alle bis dato namenlos
Bis auf zwei Frauen lebten alle in Bad Ischl oder hatten, weil sie regelmäßig zur Sommerfrische dort zu Besuch waren, einen engen Bezug zur Kaiserstadt. Fix ist, dass Anfang Mai beim Kurpark der Theresia-Pesendorfer-Platz eröffnet wird. Die Widerstandsaktivistin überlebte und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs ausgezeichnet. Die restlichen elf sollen im Dezember folgen. Dabei werden aber (fast) keine vorhandenen Straßennamen geändert: bis auf einen sind die neu zu taufenden öffentlichen Plätze bis dato namenlos.









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