Zwei vorbestrafte Jugendliche fassten am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch Haftstrafen wegen Raubes aus. Die Urteile sind bereits rechtskräftig.
Sowohl der 19-jährige Tschetschene als auch der gleichaltrige Vorarlberger kennen den Gerichtssaal bereits von innen. Beide Herrschaften sind vorbestraft. Jetzt sitzen die scheinbar Unbelehrbaren schon wieder seit Monaten in Untersuchungshaft, weil sie Anfang Mai in Lustenau einen Cannabiszüchter überfallen haben.
Um an Geld und Drogen zu kommen, schmiedet das unter chronischer „Pleititis“ leidende Duo einen teuflischen Plan. Und zwar mit Sturmhaube und Schreckschusspistole dem Opfer in dessen Wohnung einen Besuch abzustatten, dieses als Geisel zu nehmen und ihm so Bargeld sowie ein Kilo Cannabis abzunötigen.
Opfer wehrte sich
Am Abend des 1. Mai fahren die Täter mit dem Bus zur Wohnadresse des ebenfalls gerichtsbekannten Opfers. Als der Mann öffnet und der vermummte Tschetschene, gegen den ohnehin ein Waffenverbot besteht, wortlos die Knarre auf ihn richtet, reagiert der Überfallene sofort mit ein paar Faustschlägen. Zwar wird er beim Gerangel ebenfalls verletzt, doch aufgrund der Gegenwehr des Opfers ziehen die zwei Räuber unverrichteter Dinge wieder ab.
Während der Vorarlberger kurz darauf geschnappt wird, klicken für den Tschetschenen zwei Monate später die Handschellen. Im gestrigen Prozess bekennen sich die Angeklagten schuldig und zeigen Reue. „Es war wichtig, dass ich jetzt mal hinter Gitter gekommen bin. Ich will da nie wieder hin“, so der Vorarlberger. Auch der Tschetschene hat im Häfn nachgedacht und will nun eine Lehre machen.
Beide verurteilt Richter Dietmar Nußbaumer wegen des Verbrechens des schweren Raubes. Der Tschetschene wandert für zwei Jahre in den Knast. Der Vorarlberger aufgrund geringerer Delikte im Vorfeld, für 20 Monate. 15 davon bedingt. Urteile rechtskräftig.
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