Die FPÖ warnte am Mittwoch im Landtag vor dem „Krankenhaus-Kollaps“, Gesundheits-LR Cornelia Hagele vor „Verunsicherung“, und LHStv. Dornauer war für Schelte zuständig: Der FPÖ warf er vor, im Gesundheitsbereich Milliarden Euro spurlos versenkt zu haben.
Hohe Betriebsabgänge in Krankenhäusern, gesperrte Betten, Personalmangel: Die FPÖ meinte Mittwoch im Landtag, es sei Zeit, „den Alarmknopf zu drücken“ und einen „Krankenhaus-Notstand“ auszurufen. Das System stehe kurz vor dem Zusammenbruch.
„Wir haben Versorgungssicherheit!“
„Ich will keine weitere Verunsicherung: Wir haben in Tirol Versorgungssicherheit!“, hielt Gesundheits-LR Cornelia Hagele dagegen. „Was soll ein Notstand bewirken? Soll das Beschäftigungsausmaß des Gesundheitspersonals dann verpflichtend erhöht werden?“
37 Ärzte fehlen Stand heute in den Spitälern der Tirol Kliniken. Im Bereich Pflege sind 108 offene Stellen gemeldet.
Liste-Fritz-LA Andrea Haselwanter-Schneider
Mangel an Pflegekräften strahlt aus
Dass es „Herausforderungen“ im Gesundheitsbereich gibt, stellte Hagele gar nicht in Abrede, Stichwort Personalmangel. Diesen konnte Liste-Fritz-LA Andrea Haselwanter-Schneider beziffern: „37 Ärzte fehlen Stand heute in den Spitälern der Tirol Kliniken. Im Bereich Pflege sind 108 offene Stellen gemeldet.“ Dies verursache Probleme an der Klinik, wenn Patienten, die eigentlich in Betreuung entlassen werden könnten, da bleiben müssen.
Ansturm auf Klinik verteilen
LR Hagele will nun bei einem Gipfel am Freitag „alle Hebel in Bewegung“ setzen und die Probleme angehen. Dabei sollen u. a. Gehaltssysteme evaluiert und auch die Stärkung des „extramuralen Bereichs“ (niedergelassene Ärzte) diskutiert werden, um die Klinik zu entlasten: Hier werden jährlich 1,1 Millionen Kontakte gezählt. Mehr Geld solle auch in die Prävention gesteckt werden, sagte Hagele mehrfach und betonte, vor Schwierigkeiten nicht die Augen zu verschließen.
Eine Milliarde Euro versenkt
Die Pointe des Tages kam von LHStv. Georg Dornauer (SPÖ) am Ende der Debatte: „Die FPÖ hat während ihrer kurzen Regierungsbeteiligung im Bund Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro durch die Abschaffung der Gebietskrankenkassen verursacht - und übrig geblieben ist davon gar nichts!“
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