Am 10. Oktober 2021 feierte Franz Scheiböck in Pichl einen historischen Erfolg. Er schaffte mit der SPÖ die Wende und schnappte der ÖVP den Bürgermeister-Sessel weg. Nur 710 Tage später ist Scheiböck schon wieder Geschichte. Er trat zurück, die persönliche Erklärung hielt er sehr allgemein.
Pichl bei Wels muss schon bald wieder wählen. Nur zwei Jahre nach seinen Wahlerfolg trat Bürgermeister Franz Scheiböck (SPÖ) zurück, der Termin für die Neuwahl steht noch nicht fest. Unklar sind auch die Gründe für den Abschied. Scheiböck gab den Rücktritt in der Gemeinderatssitzung bekannt und hielt sich in der persönlichen Erklärung sehr allgemein. Für eine Stellungnahme war er nicht erreichbar.
Krach mit Amtsleiterin
Zuletzt dürfte es zwischen dem Ortschchef und der Amtsleiterin ordentlich gekracht haben. Scheiböck zeigte die Juristin sogar wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses und Amtsmissbrauchs an und erntete dafür auch jede Menge Kritik. Viele in der 3000-Einwohner-Gemeinde hielten die Aktion des Ortschefs, der hauptberuflich Polizist ist, für überzogen. Scheiböck versicherte, dass er tätig werden musste. Es gab auch ein 10.000 Euro Rechtsgutachten.
Verfahren bereits eingestellt
Das Verfahren wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses wurde mangels Anfangsverdacht bereits eingestellt, das zweite Verfahren läuft noch. Für die Amtsleiterin sind die Anschuldigungen haltlos.
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