Faschings-Gag

D: Finanzminister aus Bayern schockt mit Punker-Look

Ausland
11.02.2012 18:29
Im Fasching gelten andere Gesetze - auch für Politiker. Einer, der das weidlich ausnutzt, ist der bayerische Finanzminister Markus Söder. Er erschien zu der "Fastnacht in Franken" als perfekt ausstaffierter Punker, inklusive Irokesenschnitt, Piercings und Nietenhalsband. Auf seinem Muscleshirt prangte der Schriftzug: "Hast Du mal nen Euro?" Mit dem schrillen Outfit wollte der CSU-Politiker die Finanztransfers zwischen den Bundesländern anprangern.

"Ich gehe als wandelnder Länderfinanzausgleich. Als Hinweis an Berlin, dass Bayern nicht immer nur zahlen will", stichelte der Minister bei der dreistündigen Fastnachts-Sitzung. Der Länderfinanzausgleich ist ein Mechanismus, mit dem in Deutschland reichere Länder wie Bayern die ärmeren wie Berlin unterstützen. Zuletzt hatte es heftige Debatten darüber gegeben, ob das Modell noch zeitgemäß und gerecht ist. Mit seinem Outfit stand Söder, der auch von vielen Parteifreunden zunächst gar nicht erkannt wurde, permanent im Mittelpunkt. 

Sein Parteichef und Ministerpräsident Horst Seehofer verkörperte derweil das genaue Gegenteil des mutigen Söder. Er erschien ohne Kostüm, sondern trug zu seinem grauen Anzug lediglich eine pinke Krawatte. Dafür wurde er von den Narren sogleich verhöhnt: "Der Horst hat aufs Kostüm verzichtet, weil sein Gesicht genug anrichtet", reimte die "Altneihauser Feuerwehrkapell'n".

Auch Horst Seehofers Vorgänger als Ministerpräsident, Günther Beckstein, zeigte sich wesentlich experimentierfreudiger. Seine Frau und er erschienen als Rotkäppchen und der böse Wolf.

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