Zum "Abhärten"
Vierjähriger musste fast nackt durch den Schnee laufen
Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Vierjährige bei klirrender Kälte in New York durch den Schnee laufen muss. Das Kind bittet seine Eltern immer wieder, ihn in die Arme zu nehmen. Doch diese lehnen ab und versuchen den Sohn vielmehr dazu zu bewegen, sich noch in den Schnee zu legen. "Dann hast du es überstanden", ist die Mutter des Vierjährigen im Hintergrund zu hören.
Training soll Sohn "stark machen"
Die persönliche Assistentin des Vaters, einem Unternehmer und ehemaligen Lehrer, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Vater wolle seinen Sohn durch solche Erziehungsmaßnahmen "stark machen". Die aus der Stadt Nanjing im Osten des Landes kommende Familie war den Angaben zufolge über das chinesische Neujahrsfest im Jänner in New York, wo der Vater seinen Sohn mit der Aktion ins neue Jahr starten lassen wollte.
Das Kind sei im Vorfeld einverstanden gewesen und habe sich zuvor "eine halbe Stunde durch leichtes Joggen" aufgewärmt. Außerdem sei Ho Yide derartige Herausforderungen gewöhnt, fügte die Assistentin hinzu. "Mit einem Jahr schwamm er schon in 21 Grad kaltem Wasser."
Ho Yide kam als Frühchen zur Welt
Die Frau erklärte weiter, dass Ho Yide um drei Monate zu früh geboren wurde. Ärzte hätten u.a. Wasser im Gehirn festgestellt und eine erhöhte Gefahr einer zerebralen Kinderlähmung diagnostiziert. Um möglichen Problemen in der Entwicklung des Frühchens vorzubeugen, habe der Vater deshalb einen speziellen Trainingsplan für das Kind entwickelt.
Internetuser reagierten empört auf das Video. "Diese schrecklichen Eltern behaupten, sie machen das für ihren Buben. Aber in Wirklichkeit wollen sie nur prahlen", kommentierte etwa eine Frau auf dem chinesischen Videoportal "Tudou" die Aufnahmen. Dem Vater des kleinen Ho Yide sei es aber egal, was andere sagen, so seine Assistentin. Die Tatsache, dass sein Sohn am Leben ist, sei ein Beweis für die beharrliche Lebenskraft des Buben.
Mann auf den Namen "Adlervater" getauft
Der Fall weckt jedenfalls Erinnerungen an die "Tigermutter" Amy Chua (siehe Infobox). In Anspielung auf Chua wurde der Vater des Vierjährigen mittlerweile auf den Namen "Adlervater" getauft. Die in den USA lebende Professorin hatte in ihrem Buch "Kampfgesang einer Tigermutter" in den USA eine heftige Diskussion ausgelöst. Darin beschreibt die Tochter chinesischer Einwanderer die strenge, leistungsorientierte Erziehung ihrer beiden Töchter und kritisiert westliche Eltern, die ihren Nachwuchs immer nur loben, als zu lasch.







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