Goldenes "Goodbye"

Australien: 15 Millionen Dollar als Bonus fürs Personal

Ausland
01.02.2012 13:09
Der Australier Ken Grenda war Jahrzehnte als Busunternehmer tätig und schaffte es, ein Imperium mit 1.300 Bussen aufzubauen. Dabei hat der nun 79-Jährige allerdings nie vergessen, dass er seinen Erfolg auch seinen Mitarbeitern verdankt. Jetzt, da er aus dem Berufsleben ausschied und seine Firma um 400 Millionen Australische Dollar verkaufte, dankte er seinen Mitarbeitern offiziell - und zwar mit einer Bonuszahlung über insgesamt 15 Millionen Dollar (rund 12 Mio. Euro).

Die Höhe der Bonuszahlung für jeden einzelnen der 1.800 Mitarbeiter wurde an der Dauer des Arbeitsverhältnisses bemessen und machte bis zu 30.000 Australische Dollar aus. Im Durchschnitt erhielt jeder Mitarbeiter 8.500 Dollar und selbst jene, die erst drei Monate für die Firma tätig waren, konnten sich über 1.000 Dollar freuen, berichtete die australische Zeitung "Herald Sun" am Mittwoch.

Plötzlicher Geldsegen
Die Mitarbeiter des Busunternehmens wussten im Vorfeld nicht, dass sie für ihre Treue und Loyalität zum Unternehmen belohnt werden sollten, und waren erstaunt, als sie plötzlich Tausende Dollar auf ihrem Konto entdeckten. Viele erklärten der Bank, dass ein Fehler vorliegen müsse.

Aber es war kein Fehler, es war einfach nur eine großzügige Dankesgeste ihres Chefs. "Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Leute, und wir hatten fantastische Mitarbeiter", erklärte der großzügige Chef gegenüber der "Herald Sun" seine Spendierfreudigkeit. "Wir hatten Leute, die seit 52 Jahren in der Firma sind oder sogar schon in zweiter Generation und das muss belohnt werden", erzählte der 79-Jährige weiter.

Grenda kann sich vor Danksagungen kaum noch retten
Durch seine Großzügigkeit wird der Australier wohl als einer der besten Chefs in die Geschichte eingehen. Seine Mitarbeiter rechnen ihm seine Geste jedenfalls sehr hoch an. Grenda wurde bereits mit Hunderten E-Mails und Telefonanrufen bedacht und kann sich vor Danksagungen kaum noch retten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er trotz des Verkaufs des Busunternehmens darauf geachtet haben dürfte, dass all seine Mitarbeiter ihren Job behalten können. Der neue Betreiber hat nämlich bereits angekündigt, alle Angestellten zu übernehmen.

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