Ein Kommentar von „Salzburg-Krone“-Chefredakteur Claus Pándi.
Zur Lage der Nation: Die Inflation ist hoch, die Wirtschaftsleistung schwächelt, die Arbeitslosigkeit steigt. Der Zustand der Bundesregierung ist, wie er ist. Und der wird bis zu den Nationalratswahlen nicht mehr besser. Eher im Gegenteil.
Nun bringt es nichts, noch länger über Schwarz-Grün in Wien zu jammern.
Und der Einfluss der den Status quo verwaltenden schwarz-blauen Landesregierung auf die Gesamtsituation ist ein geringer.
Wer Ideen sucht, muss in der Geschichte einige Jahrzehnte zurückgehen. Etwa zu dem aus Salzburg stammenden Ökonomen Leopold Kohr (1909 - 1994). Für Kohr galt der Grundsatz des „Small is beautiful“. Die Lösungen finden sich im Kleinen. Wenn etwas größer wird, wird es gleichzeitig vielfach komplizierter. Und wenn etwas zu kompliziert geworden ist, werden die Überraschungen am Ende böse sein.
Zum Glück gibt es in Salzburg viele unternehmerisch denkende Menschen, die nicht auf die EU-Behörden in Brüssel, nicht auf die Bundesregierung in Wien, nicht auf die Landesregierung im Chiemseehof warten. Sie nehmen die Dinge selbst in die Hand. Sie erwarten bloß, bei ihrer Arbeit nicht auch noch durch eine zu mächtig gewordene Bürokratie, von einem Übermaß an Verordnungen oder von Seilschaften behindert zu werden.
Diese unternehmerisch handelnden Menschen haben Salzburg stark gemacht - und können Salzburg auch noch besser machen. Wenn man sie lässt und nicht vertreibt.
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