Österreichs Biathlon erlebte mit dem Quartett Landertinger, Eder, Mesotitsch und Sumann goldene Zeiten. WM- und Olympiamedaillen sowie Weltcupstockerlplätze standen an der Tagesordnung. Inzwischen laufen die rot-weiß-roten Loipenjäger der Konkurrenz im Weltcup hinterher. Dabei zählen sie im Nachwuchs zu den Besten.
Einen kurzen Moment wähnte man sich in der goldenen Biathlon-Zeit in Österreich. Vor wenigen Wochen erhielten Dominik Landertinger, Simon Eder, Daniel Mesotitsch und Christoph Sumann nachträglich Olympiasilber. Zwölf Jahre nach dem Staffelbewerb in Sotschi, weil ein Russe gedopt war.
Mit Eder beendete jüngst der Letzte aus dem Erfolgsquartett seine Karriere. Es war das Ende einer Ära. Die aktuelle Generation würde gerne an diese Erfolge anschließen, ist davon aber noch weit entfernt.
Weil das Talent fehlt? Mitnichten! Im Nachwuchs sind Österreichs Asse eine Wucht! Medaillen bei Junioren-WMs, Kristallkugeln im Junior Cup – die potenziellen Stars von morgen zeigten in der jüngeren Vergangenheit, was in ihnen steckt. Im Gegensatz zu anderen Nationen schaffen es Österreicher aber (viel zu) selten, im Weltcup Fuß zu fassen und in die absolute Spitze vorzudringen. Das muss sich schleunigst ändern!
Den Jungen wird oft gesagt, erst Erfolge feiern zu müssen, bevor sie Ansprüche stellen können. Nur: Wie sollen sie reüssieren, wenn die Rädchen nicht ineinander greifen? Landertinger, Eder, Mesotitsch und Sumann profitierten von einem funktionierenden System, zu dem Toptrainer, exzellente Betreuer und ein geniales Serviceteam zählten. Es ist kein Zufall, dass es im Nachwuchs und im IBU-Cup gut läuft, im Weltcup aber der Wurm drin ist. Die Verantwortlichen müssen an jeder einzelnen Stellschraube drehen. Da darf kein Stein auf dem anderen und kein Thema tabu bleiben.
Heute sollen wichtige Personalentscheidungen im Skiverband fixiert werden. Der Schuss von Sportboss Sumann muss sitzen – ansonsten dreht Österreichs Biathlon weiterhin Strafrunden.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.