Das war Glück im Unglück: Am Montag, exakt um 7.15 Uhr früh, brach beim Radstädter Sägewerk Kirchner das Dach der 50 Meter langen Produktionshalle unter der enormen Schneelast zusammen (Bilder). Im Gebäude befanden sich zwei Arbeiter, die sich - durch das Ächzen im Gebälk gewarnt - gerade noch in Sicherheit bringen konnten.
Arbeiter bei Einsturz verletzt
"Der eine hat sich gleich unter einen Tisch geworfen, der andere duckte sich hinter einem Holzstapel", berichtet Firmenchef Norbert Kirchner. Während einer der Arbeiter unverletzt blieb, erlitt sein 25-jähriger Kollege Verletzungen an Schulter und Beinen. "An der Hand musste er mit fünf Stichen genäht werden, aber er ist schon wieder zu Hause", ist Kirchner erleichtert, dass nicht noch mehr passiert ist.
"Wir haben vor zehn Tagen schon einmal das Dach abgeschöpft. Aber die Last durch den nassen Schnee war wieder zu groß geworden", schildert Kirchner, der nicht weiß, wie lange die Produktion jetzt stillstehen wird. "Wir müssen erst aufräumen und den Schaden an den Maschinen begutachten. Erst dann können wir ein neues Dach errichten."
In Grödig "rutscht der Hang schon lange"
Während sich in den Gebirgsgauen der Schnee türmt, sorgen in Grödig die Regenfälle der letzten Tage für eine Straßensperre. Die Glanegger Landesstraße, die von Fürstenbrunn hinüber nach Großgmain führt, bekam nämlich plötzlich zentimeterbreite Risse (weiteres Bild). "Dort rutscht der Hang schon seit Längerem. Aber die Nässe hat das jetzt noch einmal beschleunigt", weiß Landesgeologe Rainer Braunstingl. Seit Sonntag senkte sich das Gelände um einen halben Meter.
"Die Straße bleibt für mindestens eine Woche gesperrt, denn Autos würden bereits aufsitzen", berichtet Braunstingl nach einem Lokalaugenschein.
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