Jagd auf Terroristen

Bangkok: Angst vor Anschlägen in Touristenzentren

Ausland
15.01.2012 21:50
In Thailands Hauptstadt Bangkok herrscht Angst vor Anschlägen in Urlauberzentren. Thailands Polizei fahndet nach einem Terroristen, der Anschläge auf Touristenziele geplant haben soll. Sie wies alle Polizeidienststellen in Bangkok und anderen Touristenregionen zu erhöhter Wachsamkeit an, berichteten Zeitungen am Sonntag.

Der Alarm geht zurück auf die Festnahme eines mutmaßlichen Terroristen mit Verbindungen zur radikalislamischen Schiitenbewegung Hisbollah. Er war am Freitagabend am Flughafen in Bangkok erwischt worden. Ein Komplize sei entkommen, hieß es.

Der Festgenommene mit schwedischem und libanesischem Pass soll Anschlagspläne eingeräumt haben. Nach Informationen der "Bangkok Post" gab der Mann im Verhör an, Mitglied der radikalislamischen Hisbollah zu sein. Er gehöre aber nicht dem Terrorarm der Gruppe an.

Thailand "enttäuscht" von den USA
Das thailändische Außenministerium reagierte pikiert, weil die USA und zehn andere Länder Landsleute vor Anschlägen in Bangkok warnten. Auf der Webseite der US-Botschaft in Bangkok hieß es: "Hiermit warnen wir US-Bürger in Thailand, dass ausländische Terroristen gerade unterwegs sein könnten, um in Kürze Anschläge auf Touristengegenden in Bangkok zu verüben." Unter den Reisewarnungen des Außenministeriums in Washington tauchte Thailand am Sonntag aber nicht auf.

"Der Außenminister ist enttäuscht, dass die USA nicht mit der thailändischen Seite vorher Rücksprache gehalten haben, zumal die thailändischen Geheimdienste zuvor in engem Kontakt mit den Amerikanern und anderen Ländern waren", teilte das Außenministerium mit.

Das Auswärtige Amt hält sich zurück. "Zu Anfang des Jahres sind vermehrt allgemeine Hinweise auf geplante Anschläge, auch in Touristengebieten, bekannt geworden", heißt es auf der Website unter Reise- und Sicherheitshinweisen zu Thailand. "Konkrete Hinweise oder Verdachtsmomente liegen dem Auswärtigen Amt jedoch nicht vor. Reisende werden dennoch zu erhöhter Vorsicht in der Nähe großer Menschenansammlungen aufgefordert."

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