Anti-Nuklear-Sager

Irans Präsident findet Atomwaffen-Bau “unmoralisch”

Ausland
13.01.2012 09:27
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hält den Bau von Atomwaffen für "unmoralisch". "Die ganze Welt weiß, dass der Iran keine Atomwaffen baut", sagte das exzentrische Oberhaupt der Islamischen Republik am Donnerstag zum Abschluss seiner Lateinamerika-Reise. Sein Land sei nicht unklug - es brauche keine Bomben.

In Ecuador war Ahmadinejad von seinem Amtskollegen Rafael Correa (Bild 2) zu einem mehrstündigen Gespräch empfangen worden. Beide Präsidenten seien sich einig, eine "gemeinsame Front gegen die Bedrohung des Völkerrechts" zu bilden, sagte der iranische Präsident im Anschluss. Correa bekräftigte seinerseits seine Ablehnung der Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm.

Ahmadinejad hatte bereits bei seiner Ankunft im Regierungspalast Carondelet gesagt, die "Dekadenz der Imperialismen" werde nicht durch "diesen Lärm" aufgehalten - in Anspielung auf die aktuelle Verschärfung des Konflikts mit den USA.

Besuch auch bei Chavez und Castro
Zuvor hatte er seinen venezolanischen Verbündeten, Präsident Hugo Chavez (Bild 3), besucht und in Managua zusammen mit Chavez der Vereidigung des ebenfalls US-kritischen nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega (Bild 4) beigewohnt. Am Mittwoch hatte Ahmadinejad in Havanna Gespräche mit Fidel Castro (Bild 5) und dessen Bruder Raul (Bild 6) geführt.

Im Atomstreit mit Teheran erhöht indes die UNO den Druck. Eine Delegation der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO werde Ende Jänner in dem Land erwartet, sagten zwei Diplomaten am Donnerstag. Man wolle unter anderem "die wachsende Beunruhigung über das iranische Atomprogramm zum Ausdruck bringen".

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