Wer kennt sie nicht, die unsterblichen Ohrwürmer wie etwa „Schenkt man sich Rosen in Tirol“? Nach einer erfolgreichen „Madame Pompadour“ hatte nun mit „Der Vogelhändler“ das zweite Hauptstück des Lehár Festivals in Bad Ischl Premiere.
Carl Zellers „Der Vogelhändler“ wird von Regisseurin Anette Leistenschneider in die Fünfzigerjahre versetzt. Die neu geschriebene Dialogfassung rückt das stimmlich überzeugende Ensemble (musikalische Leitung Marius Burkert) in den Mittelpunkt, um die Geschichte des charismatischen Vogelhändlers Adam zu erzählen.
Sängerisch und optisch gut
Stimmlich überzeugend sind grandiose Sängerinnen und Sänger, u. a. Jenifer Lary (Christel) und David Sitka (Adam), Gerd Vogel (Baron), Jonathan Hartzendorf (Graf), Carina Koller (Kurfürstin) sowie Elisabeth Zeiler (Jette).
Patricia Nessy punktet zudem besonders mit ihrem schauspielerischem Können. Die Regie hätte einfallsreicher sein können, Gags wiederholen sich. Ausgezeichnet der Chor des Lehár Festivals sowie das Tanzensemble. Ein Ohrenschmaus und auch eine Augenweide: Bühne und Kostüme von Sabine Lindner und Sven Bindseil.
Johannes Sonnberger
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