Di, 21. August 2018

Erhebliche Schäden

17.12.2011 10:58

Sturmtief "Joachim" hielt Einsatzkräfte auf Trab

Das Sturmtief "Joachim" hat am Freitag Österreichs Rettungskräfte in Atem gehalten. Der Sturm richtete vor allem in Salzburg – dort gab es aufgrund eines durch den Wind verursachten Unfalls einen Schwer- sowie einen Leichtverletzten - , Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark erhebliche Sachschäden an. Auch in Vorarlberg wütete "Joachim".

Bereits am Freitagvormittag versetzte der starke Wind zwischen Mauterndorf und Tamsweg in Salzburg einen Möbeltransporter auf die Gegenfahrbahn. "Der prallte mit einem Müllauto zusammen", erklärte die Polizei. Dabei wurden zwei Personen verletzt, eine davon schwer.

Auch in der Stadt Salzburg sorgte das Sturmtief für insgesamt 40 Einsätze der Berufsfeuerwehr. Der starke Wind hatte kurz nach 19 Uhr unter anderem in der Akademiestraße das Dach von Containern abgehoben (Bild), in denen während des Umbaus des dort befindlichen Gymnasiums Klassenräume untergebracht sind. Die Containerteile wurden durch die Luft geschleudert und beschädigten die Fassade und das Dach des angrenzenden Altersheims, teilte die Feuerwehr mit. Verletzte gab es bei dem Zwischenfall keine.

Am Salzburger Flughafen wurden durch den Sturm drei Kleinflugzeuge trotz Sicherungen versetzt und leicht beschädigt. Die Feuerwehr war außerdem damit beschäftigt, umgestürzte Bäume (weitere Bilder) zu beseitigen sowie Bauzäune, Plakattafeln und Gerüste zu sichern.

Auch im Flach- und Tennengau musste die Feuerwehr wegen Sturmschäden ausrücken, im Gasteinertal im Salzburger Pongau hatte der Wind einen Baum umgeknickt, der genau auf die Oberleitung der Tauernbahn fiel und dabei erheblichen Schaden anrichtete. Der Zugverkehr war am Freitagnachmittag unterbrochen. Die Gerlos Bundesstraße musste zwischen Wald im Pinzgau und der Passhöhe für den Verkehr gesperrt werden.

Auch Niederösterreich blieb von "Joachim" nicht verschont. Laut Landeswarnzentrale mussten die Einsatzkräfte insbesondere in den Bezirken Lilienfeld, Tulln und Baden sowie im Waldviertel ausrücken. Bäume seien umgestürzt, Hausfassaden und -dächer beschädigt worden. Am Samstag sei es - zumindest vorerst - "wieder ruhig" gewesen.

Für die Obersteiermark brachte das Sturmtief ebenfalls Einschränkungen mit sich. So wurde die Triebener Straße zwischen Hohentauern und Trieben in beide Richtungen wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Fahrzeuglenker mussten großräumig ausweichen.

Das Sturmtief "Joachim" machte in Oberösterreich zwar rund 150 Einsätze der Feuerwehr nötig, größere Schäden blieben jedoch aus, wie die Einsatzkräfte bekanntgaben. Verletzt wurde niemand. Die am stärksten betroffenen Gebiete waren das Innviertel und der Bezirk Vöcklabruck, wo ein Großteil der Einsätze stattfand. Zahlreiche Bäume und Strommasten wurden geknickt, teilweise fiel auch die Stromversorgung aus.

Mit bis zu 115 km/h fegte "Joachim" über das Bodenseegebiet und Vorarlberg. Vor allem umgeknickte Bäume und Sicherungsarbeiten an beschädigten Dächern hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Durch den Ausfall eines Umspannwerkes im benachbarten Allgäu waren mehrere Orte zwischen Leiblachtal und Hochtannberg von Stromausfällen betroffen. Die mobilen Montagegruppen von Illwerke-Vkw konnten in kurzer Zeit jeweils wieder die Stromversorgung sicherstellen.

Im Sporthafen Bregenz riss der Sturm mehrere Boote los. Am Abend und in der Nacht entspannte sich dann schließlich die Lage: Von insgesamt rund 30 "Joachim"-Schäden und -Zwischenfällen am Freitag fielen nur noch vier in die Nachtstunden bis 22 Uhr. "Joachim", scherzte ein RFL-Mitarbeiter, habe sich dann wohl wie viele andere an diesem Abend auf eine Weihnachtsfeier zurückgezogen.

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