Frauen erhalten in Vorarlberg um fast die Hälfte weniger Pension als Männer - exakt um 47,3 Prozent. Vorarlberg ist damit Schlusslicht in Österreich. Für die ÖGB-Frauenvorsitzende Iris Seewald ist klar: Es muss etwas geschehen.
Die aktuellen Zahlen sind alarmierend! Bereits am 11. Juli haben Männer in Vorarlberg so viel Pension auf dem Konto wie Frauen erst am Jahresende. Der eklatante Unterschied wird in Zahlen ausgedrückt noch deutlicher: Während Männer im Schnitt 2129 Euro monatliche Pension erhalten, sind es bei Frauen nur 1123 Euro - also um 47,3 Prozent weniger. In keinem anderen Bundesland ist die Schere so groß. Im Vergleich: Österreichweit beträgt der Unterschied 40,5 Prozent.
Mehr denn je muss darauf geachtet werden, dass Frauen Vollzeit arbeiten können und bis zur Pension gesund im Job bleiben.
Iris Seewald, Vorarlberger ÖGB-Frauenvorsitzende
Für ÖGB-Frauenvorsitzende Iris Seewald ist dieser Zustand nicht haltbar: „Politik und Unternehmen müssen endlich Maßnahmen setzen, die Frauen langfristig im Alter absichern.“ Nur die Hälfte der Vorarlbergerinnen gehe direkt vom Job in die Pension. Der Rest scheide bereits zuvor aus dem Erwerbsleben aus - aufgrund von Mehrfachbelastung, Betreuungsarbeit oder gesundheitlichen Problemen.
Seewald fordert deshalb unter anderem faire Entlohnung, einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung sowie Gesundheitsförderungen bzw. altersgerechtes Arbeiten.
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