So, 19. August 2018

Wallner bei Fischer

09.12.2011 13:22

Neuer Vorarlberger Landeshauptmann angelobt

Der neue Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner ist am Freitag von Bundespräsident Heinz Fischer in der Wiener Hofburg angelobt worden. Dem festlichen Akt folgte ein großer Tross, der aus dem Westen angereist war, allen voran Wallners Frau Sonja und seine drei Kinder sowie Landtagspräsidentin Bernadette Mennel. Von der Bundespolitprominenz zeigte sich neben ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf auch Vizekanzler Michael Spindelegger.

Wallner vertraut in seinem Amt sichtlich auf Hilfe von oben: "Ich gelobe, so wahr mir Gott helfe", sprach der neue Landeshauptmann unter gütigem Lächeln des Bundespräsidenten. Dieser hatte sich davor über die politische Kontinuität in Vorarlberg erstaunt gezeigt, habe Wallner doch nur vier Vorgänger. Unterzeichnet wurde die Angelobungsurkunde wie stets unter einem Bildnis Maria Theresias und dieser hätte der neue Landeshauptmann laut Fischer gefallen: "Maria Theresia schaut huldvoll auf sie", scherzte der Präsident.

Bemühen um eine Schuldenbremse gefällt Wallner
Der sichtlich gut gelaunte neue Landeshauptmann verzichtete in seinen ersten Statements als angelobter Landeshauptmann dann auch auf jegliche alemannische Kraftmeierei und gab sich gegenüber dem Bund eher zahm. Was er von der Bundesregierung jetzt bei ihrem Bemühen um eine Schuldenbremse gesehen habe, gefalle ihm.

Kein kritisches Wort zu ÖVP-Bundesspitzen
Auch innerparteilich kam dem Landeshauptmann kein kritisches Wort über die Lippen. Parteichef Spindelegger habe sich gerade in letzter Zeit sehr bemüht. Einzig dem Vorschlag von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, das Budget zu 70 Prozent über die Ausgaben und zu 30 Prozent über zusätzliche Einnahmen zu finanzieren, steht Wallner distanziert gegenüber. Er wäre vorsichtig, hier jetzt schon Prozentsätze zu nennen, bevor ein Gesamtpaket stehe.

Von Vorarlberg abschauen könnte sich der Bund jedenfalls die Haushaltsdisziplin, sagte Wallner. Zu viel dreinreden lassen will man sich daher von Wien aus nicht. Wenn etwas gegen die vitalen Interessen Vorarlbergs geplant sei, werde er sich sicher zu Wort melden, versprach der Nachfolger von Herbert Sausgruber Kontinuität.

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