So, 23. September 2018

Sex-Vorwürfe

03.12.2011 21:00

US-Republikaner Cain verzichtet auf Kandidatur

Der US-Republikaner Herman Cain (im Bild mit seiner Frau Gloria) hat nach Vorwürfen sexueller Belästigung und einer angeblichen außerehelichen Affäre seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei auf Eis gelegt. "Ich setze meine Präsidentschaftskampagne wegen der fortgesetzten Ablenkung und der fortgesetzten Kränkung meiner Person und meiner Familie aus", sagte der 65-Jährige am Samstag vor Anhängern in Atlanta im US-Staat Georgia.

Am Montag hatte eine Geschäftsfrau aus Atlanta erklärt, mit Cain eine 13 Jahre andauernde Affäre gehabt zu haben. Der Politiker räumte ein, die Frau zu kennen, bestritt aber eine sexuelle Beziehung mit ihr. Bereits zuvor war Cain von vier Frauen der sexuellen Belästigung beschuldigt worden - auch diese Vorwürfe hatte er zurückgewiesen.

In Interviews hatte sich Cain in den vergangenen Wochen mehrere Patzer geleistet. Auf die Frage eines Reporters zu Libyen stammelte der frühere Chef einer Pizzakette offenbar ziemlich ahnungslos über den Konflikt herum und ordnete später auch noch die afghanischen Taliban dem nordafrikanischen Land zu (siehe Infobox).

Washington "von außen her verändern"
Statt wie angestrebt im nächsten Jahr gegen Präsident Barack Obama anzutreten, wolle er jetzt "zum Plan B greifen", sagte Cain am Samstag. Er wolle Washington "von außen her verändern" - und werde in Kürze bekannt geben, welchen Präsidentschaftsbewerber er unterstützen werde. Cain war der einzige Afroamerikaner im republikanischen Bewerberfeld für die Präsidentschaftskandidatur 2012.

Die Vorwahlen der Republikaner beginnen bereits am 3. Jänner des kommenden Jahres. Jetzt gelten der ehemalige Präsident des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, sowie Ex-Gouverneur Mitt Romney als Favoriten bei den Republikanern. Die Präsidentenwahlen finden dann am 6. November 2012 statt.

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