Anstatt Skye Edwards steht jetzt Daisy Martey hinter dem Mikro und interpretiert die Soundgebilde der Brüder Ross und Paul Godfrey.
Was, zugegebenermaßen, beim ersten und zweiten Mal reinhören zu einer gewissen Befremdung führt, denn Daisy hat die optimale Stimme für Retro-Songs wie in den 60er Jahren. Dementsprechend klingen dann einige der Songs am neuen Album "The Antidote", wie direkt aus einem Bond-Film mit Sean Connery, an anderen Stellen wartet man nur darauf, dass plötzlich der Refrain von "Age of Aquarius" einsetzt...
Ist der erste Schock überwunden, kommt man langsam aber sicher auf die ganz und gar neuen Reize des aktuellen Morcheeba-Albums: die Elektronik wurde ins Eck gedrängt, satt dessen wurde beispielsweise auf echte Drums gesetzt und jeder Song live eingespielt.
Wo früher Melancholie dominierte findet sich jetzt plötzlich Soul und auch ein wenig Funk. Zudem haben Morcheeba ihren Spaß am Eperimentieren mit Instrumenten gefunden: auf "Ten Men" führt so beispielsweise ein mittelalterliche Flöte durch den Song.
"The Antidote" klingt erfreulich frisch und - nach einer kurzen Gewöhnungsphase - trotzdem wieder wie ein klassisches Morcheeba-Album.
Fazit: 8 von 10 Retro-Punkten
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