Mithilfe mehrerer zusammengeschalteter Teleskope in Spanien, Deutschland, Schweden und Finnland und dank eines Supercomputers in den Niederlanden "entstand" quasi ein Teleskop mit einem Durchmesser von Tausenden Kilometern. Das Ergebnis: ein Bild mit einer Auflösung, die sogar hundert Mal höher ist als jene des Weltraumteleskops "Hubble". Diese Technik, die als Radio-Interferometrie bekannt ist, hat es einem Team um Iván Martí vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn ermöglicht, ein Foto der Supernova, die den Namen SN2011dh erhielt, nur wenige Tage nach ihrer Explosion zu schießen.
"Das ist das früheste hochauflösende Bild einer Supernova-Explosion. Dank dieses Fotos können wir sogar die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Stoßwelle der Explosion bestimmen", zeigte sich Martí im Fachjournal "Astronomy & Astrophysics" begeistert.
In M51 findet zurzeit eine außergewöhnlich aktive Sternentstehung statt. Die Galaxie hat einen hohen Anteil junger und massereicher Sterne, die aber mit einigen Millionen Jahren nur vergleichsweise kurzlebig sein werden. In M51 wurden innerhalb der vergangenen 17 Jahre drei Supernovae beobachtet: SN 1994I im April 1994, SN 2005cs im Juni 2005 und eben SN 2011dh im Mai/Juni dieses Jahres.
Bild: Rod Pommier/Martí-Vidal/Astronomy & Astrophysics








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