Mitarbeiter in Sorge

Nach Kika-Pleite herrscht weiterhin Ungewissheit

Vorarlberg
13.06.2023 19:30

Am Mittwochvormittag erfahren die rund 65 Kika-Beschäftigten in Dornbirn, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll. Ob die einzige Filiale in Vorarlberg bleibt, ist nach wie vor offen.

Der Weg zur Arbeit ist für die rund 65 Mitarbeiter des Einrichtungshauses derzeit kein leichter. Die vergangenen Tage und Wochen haben an den Nerven gezehrt. Die Unsicherheit über einen möglichen Jobverlust ist zermürbend. Immerhin steht seit Dienstag fest, dass rund um den in die Pleite geschlitterten Möbelriesen ein Sanierungsverfahren durchgeführt wird. Offene Fragen gibt es aber noch viele.

Antworten darauf soll es am Mittwoch ab 8.15 Uhr geben, wenn Vertreter von Gewerkschaft und Arbeiterkammer über den aktuellen Stand des Sanierungsverfahrens berichten. „Wir klären dabei auch die dringlichsten Fragen rund um das Arbeitsverhältnis und offene Ansprüche“, erklärt Marcel Gilly, Geschäftsführer der GPA Vorarlberg. Bis zum Nachmittag gibt es insgesamt drei solcher Infoveranstaltungen, bei denen die Mitarbeiter auch eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen können.

Insolvenzverwalter übernimmt

Nach der Annahme des Antrags auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung übernimmt nun ein Insolvenzverwalter. „Dieser wird sich zunächst einen Überblick über das Unternehmen verschaffen und dann entscheiden, wie es weitergeht“, informiert Gilly. Am 25. September werden die Gläubiger dann über den entsprechenden Sanierungsplan abstimmen.

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Die Gehälter sind definitiv gesichert! Diese werden zwar nicht mehr über den Arbeitgeber ausbezahlt, jedoch über den Insolvenzentgeltfonds.

Marcel Gilly, Geschäftsführer der GPA Vorarlberg

Eine der aktuell wohl brennendsten Fragen der Beschäftigten ist, wie es mit den Gehältern vorerst weitergeht. Der Gewerkschafter beruhigt: „Die Gehälter sind definitiv gesichert!“ Diese werden zwar nicht mehr über den Arbeitgeber ausbezahlt, jedoch über den Insolvenzentgeltfonds. Gewerkschaft und Arbeiterkammer beraten, wie man zu seinem Geld kommt - ebenso über Abfertigungen, Überstunden und offene Urlaubsansprüche. Es wird zudem geraten, keine unüberlegten Handlungen zu setzen und erst mit der Gewerkschaft zu sprechen. Die Beschäftigten sollen auch weiterhin normal zur Arbeit gehen.

Um über die aktuelle Situation auf dem Laufenden zu halten, hat die GPA eine eigene Homepage eingerichtet. Unter www.gpa.at/kampagnen/kika-leiner finden sich alle Informationen und Antworten. Feststeht, dass der Standort Dornbirn einer der bestlaufenden Standorte Österreichs ist, was wiederum einen Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten darstellt. Völlige Klarheit über die Zukunft des Möbelhauses werden aber erst die nächsten Wochen bringen. 

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