Pinke „Pride“-Agenda

„Homo-Heilung“ verbieten, queeres Zentrum für Wien

Politik
31.05.2023 10:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die NEOS stellen vor dem „Pride-Monat“ Juni vier Forderungen an die Regierung, die die Situation von LGBTIQ-Personen in Österreich verbessern sollen. An der Spitze steht ein Verbot von „Homo-Heilungen“, wie LGBTIQ-Sprecher Yannick Shetty am Mittwoch betonte. Im pink mitregierten Wien soll indes noch heuer das erste „queere Jugendzentrum“ entstehen.

Sechs von zehn schwulen und lesbischen Pärchen würden sich nicht trauen, im öffentlichen Raum Händchen zu halten, führte Shetty aus. „Das erste Mal seit Jahrzehnten erleben wir einen gesellschaftlichen Backlash, angetrieben in Europa von Ländern wie Ungarn oder Polen.“ Auch in Österreich gehe es zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder rückwärts. Die ÖVP schließe nicht aus, FPÖ-Obmann Herbert Kickl zum Kanzler zu machen, kritisierte Shetty. Der „Backlash“ (Rückfall) würde dann auch in Gesetzen fließen.

Zadic soll Verbot von Konversionstherapien durchziehen
Von Justizministerin Alma Zadic (Grüne) fordern die NEOS ein Verbot von Konversionstherapien, für das bereits ein einstimmiger Entschließungsantrag des Nationalrats vorliegt. Dazu startete die Partei auch eine Petition. Wie groß dieses Phänomen in Österreich ist, könne man nicht beziffern, meinte Shetty.

Forderungen an Schulen, Behörden und Polizei
Weiters fordern die NEOS Kampagnen gegen Diskriminierung, qualitätsvolle Sexualbildung an Schulen, die diverse Lebensrealitäten gleichwertig darstellt, sowie Schulungen für Behörden und Polizei im Umgang mit LGBTIQ-Themen. Shetty erinnerte an den Fall eines Flüchtlings, dem von der Asylbehörde ein „zu wenig schwuler Gang“ attestiert und dessen Asylantrag abgelehnt wurde.

„In Wien geht viel weiter“
In Wien, wo die NEOS in der Koalition sitzen, „geht viel weiter“, meinte der pinke Abgeordnete. NEOS-Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr hob etwa das „queere Jugendzentrum“ hervor, das noch heuer eröffnet werden soll. Im Juni soll außerdem ein Denkmal für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung von den Nationalsozialisten verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet wurden, im Resselpark präsentiert werden.

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