Rechtliche Prüfung

„Auto-Los“ wird jetzt auch ein Fall für die Justiz

Wien
26.05.2023 18:30

Für jede Menge Aufregung unter Wiens Autofahrern hatte die Fake-Aktion „Auto Los“ gesorgt. Doch den Betreibern ist bereits die Luft ausgegangen.

Ein „Pilotprojekt“ der Stadt sorgt für Aufregung unter Wiens Autofahrern. Um die Verkehrsbelastung durch Pkw zu verringern, würden jeden Monat 441 Parkpickerl aus dem Verkehr gezogen - wen es trifft, darüber entscheide das Los. Auf einer Homepage im Design der Stadt gab es detaillierte Hintergrundinfos. Doch die Stadt wusste nichts von der Aktion und spricht von „Fake News“.

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Wir haben natürlich unsere Firewall und alle Zugriffe gecheckt. Bei uns ist niemand ins System eingedrungen.

Gernot Zechmeister, Geschäftsführer Insyde

Initiative auf Tauchstation?
Eine Bürgerinitiative soll hinter „Auto-Los“ stecken. Doch anders als den Klimaklebern ging diesen Aktivisten schnell die Luft aus. Die Homepage und die Mailadressen sind mittlerweile deaktiviert. Als Streich geht das Ganze aber nicht durch, schließlich wurden Flyer mit einem behördlichen Aufkleber des Magistrats versehen oder auch Fake-Strafzettel mit Kennzeichen, Farbe und Automodell gedruckt.

Derzeit rechtlichen Beurteilung 
 Auch die Stadt machte sich auf die Spurensuche. „Wir haben unser System auf illegale Zugriffe gecheckt. Bei uns ist niemand eingedrungen“, so Gernot Zechmeister, Chef der Werbeagentur Insyde, die für die Stadt die Seite betreut. Diese wurde von den Aktivisten nachgebaut. Derzeit wird das weitere rechtliche Vorgehen überprüft. Mitarbeiter sind zudem angehalten, alle Flugblätter zu entfernen. 

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