„Nein, Nein, Nein“

Gewessler wehrt sich gegen „Greenflation“-Kritik

Politik
22.05.2023 13:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

WKÖ-Präsident Harald Mahrer hat ordentlich gegen Umweltministerin Leonore Gewessler ausgeteilt. Doch die Grünen-Politikerin schlägt nun zurück. Von Mahrer höre man nämlich immer nur: „Nein, Nein, Nein.“

Gewessler musste sich am Wochenende so einiges anhören. Der WKÖ-Präsident warf ihr in mehreren Interviews „Populismus“ und „Greenflation“ vor. Die Ministerin verteidigte am Montag ihre Politik. Sie rief Mahrer dazu auf, sich „aktiv einzubringen“. Doch im Gegensatz dazu höre sie immer nur: „Nein, Nein, Nein.“

Gewessler: Unabhängigkeit von Putin durch Energiewende
Gewessler betonte, dass gerade der forcierte Ausstieg aus den fossilen Energien zu einer größeren Unabhängigkeit führen würde. Dann könnte der russische Präsident Wladimir Putin auch nicht mehr darüber entscheiden, wie teuer die Heiz- und Energiekosten in Österreich sind. Mahrer rief sie dazu auf, sich zu überlegen, wie die Wirtschaftskammer österreichischen Unternehmen dabei behilflich sein könnte.

Zudem stellte Gewessler klar, dass es sich bei den vergangene Woche aufgetauchten Vorschlägen zur weiteren CO2-Reduktion wie Tempo 90 auf Landstraßen und ein autofreier Tag in größeren Städten nicht um ihren „Geheimplan“ handle, sondern um die transparenten Empfehlungen des Klimaschutz-Bürgerrates. Inwieweit sie diesen Empfehlungen Folge leiste, ließ die Ministerin offen. Diskussionen begrüße sie jedenfalls.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) wollte die Kritik bei der gemeinsamem Pressekonferenz mit Gewessler nicht bewerten. Er sei „kein Kommentator“, sondern wolle das Regierungsprogramm abarbeiten.

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