Wo kommen sie hin?

Orange nervt Anrainer: Schutzwände müssen weg

Oberösterreich
21.05.2023 09:00

Autofahrer sollten in Linz „orange sehen“ und so wissen, wo sie sind. Doch die Farbe der Schallschutzwände nervt die Anrainer. Und so muss die Asfinag beim Linzer Hafen nun erneut bunte Schallwände austauschen. 

Du hast mir mein Orange verpatzt. Du hast mir einen schwarzen Fleck gekratzt“– sang einst Wilfried. Dabei hatte er aber wohl nicht die Asfinag im Visier. 2015 lud das Unternehmen zum Architektenwettbewerb. Ziel war eine einheitliche Gestaltung. Die Autofahrer sollten erkennen, dass sie in und um Linz unterwegs sind. Dafür wurden extra warme Farben ausgesucht. Südlich der Voestbrücke ließ die Asfinag oranges, in Ansfelden gelbes Acrylglas montieren.

(Bild: Asfinag)

Kritik fand Gehör
Doch gut gemeint ist oftmals das Gegenteil von gut gemacht. Dieser Ansicht waren zumindest etliche Anrainer der A 7 im Hafenbereich, denen die orange Pracht gehörig auf den Keks ging. Im November 2020 fanden ihre Klagen Gehör. Die Asfinag ließ auf einer Länge von 200 Metern eine Gesamtfläche von 800 Quadratmetern gegen transparente Scheiben austauschen. Kostenpunkt der Aktion: 80.000 Euro.

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Vor zwei Jahren haben wir bereits auf einer Länge von gut 200 Metern die Lärmschutzwände ausgetauscht. Jetzt folgt der Rest.

Josef Reischl ist Gesamtprojektleiter der Asfinag für die A 7

Es wird erneut nachgebessert
Nun wird nochmals nachgebessert. In der Gallanderstraße fällt am Abend immer noch ein orangefarbener Schatten auf ein Haus. Das nervt den Besitzer und deshalb sollen bis zum Herbst weitere fünf bis sechs Platten gegen transparente Exemplare ausgetauscht werden, weiß Josef Reischl, Projektleiter bei der Asfinag: „Die Platten sind aus Plexiglas, zweieinhalb Zentimeter stark und haben Polyamidfäden integriert, damit sie bei einem Anprall nicht auseinanderfallen.“

Der orange „Verschnitt“ wird aber nicht entsorgt, sondern soll am Autobahnübergang in Dornach oberhalb von ÖAMTC und gegenüberliegender Kletterhalle des Alpenvereins montiert werden. Ob’s dann wieder Beschwerden gibt, wird sich zeigen...

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