Am vergangenen Wochenende starteten sowohl das Oberhaus als auch die Tiroler Ligen in die neue Tennis-Saison - ein Kuriosum sorgte indes für zahlreiche Diskussionen.
Das ist wohl nicht im Sinne des Erfinders. Das mussten sich nicht nur die Fügener am Sonntag gedacht haben – sondern wohl viele, denen Tennis in Tirol am Herzen liegt.
Denn Seefeld trat zu seiner Saison-Eröffnung in der Tiroler Herren-Liga gegen die Zillertaler ausschließlich mit „Legionären“ an. Fünf Deutsche, verstärkt durch einen Italiener!
Ein überwiegender Anteil an Eigenbauspielern wäre durchaus wünschenswert.
Tennis-Präsident Christoph Walser
„Unser Wunsch ist das nicht“
Was auch den heimischen Präsidenten einen Tag danach etwas irritiert zurückließ: „Natürlich ist das grundsätzlich durch die Durchführungsbestimmungen des österreichischen Verbandes gedeckt – aber ...“, klärte Christoph Walser auf, „unser Wunsch ist das nicht!“ Man könne es einem Verein nicht vorschreiben, wie viele Einheimische eingesetzt werden sollen, „aber ein überwiegender Anteil an Eigenbauspielern wäre durchaus wünschenswert“.
„Spieler von unserer Akademie“
Die Diskussionen nicht im Ansatz nachvollziehen konnte Seefeld-Obmann Markus Tablieber: „Wir sind mit fünf Spielern, die von unserer Akademie kommen, angetreten. Dazu lebt der Großteil auch seit längerem hier!“ Aber noch nicht so lange, dass sie einem Österreicher im Tennis gleichgestellt sind – wie Mannschaftsführer Lars Veldheer (NL).
Sind sie ausgebildet, werden sie von anderen Tiroler Klubs abgeworben.
Seefeld-Obmann Markus Tablieber
Was Tablieber aber fast noch wichtiger ist: „Das sind zum Teil sehr junge Akteure.“ Paul Roeder (auf Nr. 2 gesetzt) ist 15 Jahre alt, Wayne Lohr (3) nur zwölf Monate älter, der Südtiroler Patrick Palermo 18. „Und eines muss ich auch noch festhalten: Wir zahlen unseren Spielern keinen einzigen Cent.“ Im Gegenteil: „Sind sie ausgebildet, werden sie von anderen Tiroler Klubs abgeworben.“
Doch am „Schwarz auf Weiß“, dem Spielbericht von Sonntag, kommt man trotz alledem nicht gänzlich vorbei – dass anscheinend einheimische Talente aus der Region für die Seefelder Akademie nicht zu finden sind. So sind von 16 Spielern im Herren-Kader auch nur zwei Gebürtige aus Österreich.
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